Wenn Waren nicht – oder nur verspätet – ankommen oder Transportpreise derart steigen, dass Händlermargen schrumpfen, hat dies sowohl kurz- als auch mittelfristig negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung.
Derzeit sind Lieferketten enormem Druck ausgesetzt: Hafenschließungen und dadurch ausgelöste Schiffstaus in China erschweren den Export und haben Containermangel und höheren Frachtraten zur Folge. Massive Schäden an der Infrastruktur durch die Flut oder auch Bahnstreiks bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Waren in der E-Commerce-Branche verschärfen die Situation in der Warenbeschaffung. All das hat womöglich bereits Auswirkungen auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft.
Wie sollten sich Händler in dieser Situation, aber auch präventiv aufstellen? Dem Supply-Chain-Experte Sven Kromer, Managing Partner beim Management- und Strategieberatungsunternehmen Kurt Salmon/Accenture, zufolge gilt es zunächst einmal, zu differenzieren: So gibt es auf der einen Seite Veränderungen des Marktes, etwa die Verschiebung von Nachfrage oder Angebot zu bestimmten Zeiten. Auf der anderen Seite gibt es die externen Schocks – derzeit etwa Lockdowns, Streiks, Staus oder havarierte Schiffe – die sowohl die Nachfrage als auch die Lieferfähigkeit unvorbereitet beeinflussen können. Während bei Änderungen am Markt eine gute Planung hilft, nützt bei zweiterem Krisenmanagement. Was das konkret bedeutet und wie es funktioniert, veranschaulichen die nachfolgenden Tipps.
Kommentar schreiben