Extra-Wünsche = Extra-Kosten
Ein großer Nachteil von fertigen Shopsystemen ist das eher nüchterne Layout. Zwar können das eigene Logo und allerlei Inhalte problemlos eingefügt werden. Ein individueller Look, der idealerweise auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, lässt sich damit jedoch kaum realisieren. Auch sind nicht immer sämtliche Funktionen bereits enthalten, die Sie für Ihren Webshop benötigen. Stellen Sie sich deshalb darauf ein, dass weitere Kosten anfallen. Zusätzliche Module schlagen u. U. mit mehreren hundert Euro zu Buche. Wer bspw. ein Plugin benötigt, mit dem sich Kunden ihr Produkt konfigurieren können, sind auch schon mal mehr als 1.000 EUR fällig.
Um das Aussehen Ihren Vorstellungen anzupassen, ist ein Eingriff in die CSS (Cascading Style Sheets) und den HTML-Code Ihrer Webseite notwendig. Wer dazu selbst in der Lage ist, muss lediglich Zeit und Arbeit investieren, ohne die Finanzen zu belasten. Alternativ können Sie auch einen Profi dafür beauftragen, was jedoch zu Lasten des Budgets geht. Eine Zwischenlösung bietet nicht ganz so viel Individualität, kostet dafür aber deutlich weniger. Vorgefertigte Templates bietet praktisch jeder Anbieter von Shopsystemen an, die Sie für etwa 50 bis 200 EUR hinzukaufen können. Wer Glück hat, findet womöglich sogar unter den kostenfreien Templates das passende.
Produktbilder und Logo
Absolut essentiell für jeden Online-Shop sind hochwertige Fotos der angebotenen Ware. Schließlich will der Kunde gerne vorher sehen, was er kauft. Ansprechende Bilder unterstützen ihn erheblich bei seiner Kaufentscheidung. Für die Dienstleistung eines professionellen Fotografen können schnell 25 bis 60 EUR je Produktbild anfallen. Haben Sie ein breit gefächertes Sortiment im Angebot, kommen da also ebenfalls beträchtliche Kosten auf Sie zu. Bevor Sie nun allerdings zum Smartphone mit integrierter Kamerafunktion greifen, bedenken Sie, dass Kunden den Unterschied zwischen gut gemachten und gut gemeinten Produktfotos sofort sehen.
Wer sich entscheidet, das Shooting selbst in die Hand zu nehmen, sollte sich also unbedingt vorher in das Thema einarbeiten und sich eine entsprechende Ausrüstung zulegen bzw. mieten. Ähnliches gilt für die Erstellung Ihres Firmenlogos. Etwa 200 bis 1.000 EUR verlangt der Profi für die Gestaltung. Dafür ist nicht nur die Bedienung der entsprechenden Software Voraussetzung, sondern auch ein Gespür für Ästhetik und Design.
Um einen Online-Shop hochzuziehen, sind viele Punkte zu beachten, die Kosten verursachen. Zumindest einen Teil davon können Sie senken oder ganz vermeiden, wenn Sie einige Dinge selbst in die Hand nehmen. Schonen Sie Ihr Startkapital aber nicht zu sehr. Denn Professionalität ist die Voraussetzung dafür, dass Ihr Projekt am Ende auch Erfolg hat.
Über den Autor:
Der studierte Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Schneider hat sich auf die betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche Marketing, Personal und Controlling sowie Rechnungswesen spezialisiert und ist als selbständiger Betriebswirt (Unternehmensberater) tätig. Daneben schreibt der freischaffende Autor als Experte für bekannte Onlineportale und Fachverlage zum Thema Unternehmensführung und der Existenzgründung.
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