Nur wenige Momente sind im Online-Shop so entscheidend wie der Checkout: Denn hier entscheidet der Kunde endgültig, ob er auf den Kaufen-Button klickt oder den gefüllten Warenkorb doch lieber an der Kasse stehen lässt. Aber was macht einen guten Checkout aus? Worauf sollen Händler unbedingt achten? Und wie können Händler Kunden nach dem Checkout zu Stammkunden machen? Wir haben mit Philipp Reittinger, Geschäftsführer der Performance-Agentur ZweiDigital, über dieses Thema gesprochen.
OnlinehändlerNews: Vom Warenkorb bis zum Bestellabschluss ist es mitunter ein weiter Weg. Ab welchem Schritt beginnt deiner Meinung nach der eigentliche Checkout-Prozess?
Philipp Reittinger: Der Checkout-Prozess beginnt in dem Moment, in dem sich ein Käufer auf der Warenkorbseite befindet. Für den Händler muss hier das Ziel sein, den Bestellwert zu maximieren – also mindestens den sogenannten Average Order Value (AOV) zu erzielen. Als Vehikel dienen hier zusätzliche Produktempfehlungen, die dem Kunden basierend auf den Artikeln im Warenkorb angeboten werden.
Der Checkout ist die letzte Hürde, die ein Kunde nehmen muss, bevor der Kauf abgeschlossen ist. Wieso werden viele Käufe trotzdem noch in diesem späten Schritt abgebrochen?
Meistens werden Checkouts abgebrochen, weil unerwartete Kosten entstehen. Kostenfreie Lieferungen etwa sind inzwischen weit verbreitet – werden dann unmittelbar vor der Bezahlung Liefergebühren aufgerufen, sind nicht wenige Käufer überrascht und brechen den Kaufvorgang ab. Entsprechend ist es empfehlenswert, schon viel früher auf zusätzliche Gebühren hinzuweisen: bestenfalls auf der Produktseite, spätestens auf der Warenkorbseite.
Oft springen „Fast-Käufer“ in letzter Sekunde auch deshalb ab, weil beim Checkout zu viele persönliche Informationen abgefragt werden. Hier sollten sich Online-Händler wirklich auf das Wesentliche beschränken.
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