4. Richtiger Einsatz von Texten
Abgesehen von den nicht-kommerziellen Inhalten sind die mit Abstand wichtigsten Texte eines Online-Shops die Kategorieseiten: Die meisten Leute wollen erst einmal stöbern und aus mehreren Produkten auswählen können.
Umso wichtiger ist es, Kategorientexte strategisch zu nutzen. Ein solcher Text sollte folgende Eigenschaften mitbringen:
- enthält das Main Keyword sowie wichtige Secondary Keywords an den richtigen Stellen (u. a. in der H1, den ersten 100 Wörtern und in mindestens einer H2)
- bietet echten Mehrwert statt rein werblichen Phrasen (positiv fällt hier der Shop real.de auf)
- zielt auf Wünsche und mögliche Bedenken des Zielpublikums ab
Zu diesem Zweck lohnt es sich, Produktrezensionen in anderen Shops zu lesen. Welche Kritikpunkte hatten Kund/innen bei Konkurrenzprodukten? Wie kann man den eigenen Service so verbessern, dass ähnliche Probleme erst gar nicht aufkommen? Kundenzentriertheit ist für einen erfolgreichen Online-Shop der Schlüssel.
Produktseiten wiederum sind zwar nicht ganz so wichtig wie Kategorienseiten, aber dennoch nicht zu vernachlässigen. Die oberste Regel lautet: niemals den Herstellertext verwenden! Dieser findet sich nämlich schon in genügend anderen Shops und kann von Google als Duplicate Content aufgefasst werden.
Zusammengefasst: Kategorienseiten sind die beste Möglichkeit, wichtige kommerzielle Suchbegriffe aufzugreifen. Texte zu Kategorien und Produkten sollten etwas länger sein, da bei sehr kurzen Beschreibungen die Gefahr von Duplicate/Thin Content besteht und Nutzer durchaus gerne recherchieren. Transparenz ist Pflicht.
5. Google Snippet optimieren
Das Google Snippet, bestehend aus Title Tag und Meta Description, ist gewissermaßen das Aushängeschild einer Seite und kann die Klickrate maßgeblich steigern. Das funktioniert allerdings nur, wenn sofort ersichtlich ist, worum es auf der Seite geht und ob dort das Gesuchte zu finden ist. Wichtig sind diese Faktoren:
- Keyword im Title Tag und in der Meta Description
- Teaser zum Seiteninhalt
- sprechende URL, die das Keyword enthält
- interessante optische Gestaltung, z. B. durch Zahlen, Emojis, eckige Klammern, Rich Snippets etc.
Alle oben genannten Schritte fallen in den Bereich der OnPage-Optimierung. Darüber hinaus spielt es jedoch auch eine Rolle, was abseits der Seite geschieht.
Neben der SEO-Arbeit am Shop selbst ist es daher wichtig, Linkaufbau zu betreiben, indem man bei anderen branchenrelevanten Seiten um Backlinks anfragt. Diese externen Verweise sollten möglichst nicht das nofollow-Attribut haben, da der Link sonst von Google nicht gezählt wird. Ehrlicherweise sei an dieser Stelle gesagt, dass Linkaufbau viel Zeit erfordert und die Suche nach Kooperationspartnern nicht immer einfach ist.
SEO für Online-Shops besteht aus vielen kleinen Rädchen. Wenn all diese Komponenten ineinandergreifen, führt das nachhaltig zu besseren Google-Rankings und ist auf lange Sicht die wichtigste Strategie im Online-Marketing – ein Aufwand also, der sich auszahlt.
Über den Autor
Alexander Rus ist der Gründer der Innsbrucker SEO-Agentur Evergreen Media®.
SEO ist nicht nur seine Arbeit, sondern vor allem seine Leidenschaft. Auf seinem Youtube-Kanal publiziert er wöchentlich Videos rund um Suchmaschinenoptimierung.
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