Wer im Weekend-Supermarkt in der Liniengasse in Wien einkaufen möchte, muss nicht besonders tief in die Tasche greifen. Für 12,90 Euro pro Monat darf man sich aus dem Sortiment bedienen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um den nächsten Ein-Euro-Ramschladen, sondern um ein stationäres Abonnement-Konzept, um Produkte zu testen und StartUps und Online-Händlern eine Verkaufsfläche zu bieten. Die Initiative des österreichischen Weekend-Verlags wird von der EU gefördert. Im Sortiment finden sich namhafte Marken wie McCain, Procter & Gamble oder Dr. Oetker. Einen Haken gibt es allerdings: Zwar kann der Kunde zum monatlichen Abo-Preis so oft einkaufen, wie er möchte – pro Monat dürfen aber nur maximal 20 Artikel gekauft werden.
Beim Weekend-Supermarkt geht es letztlich um Datenanalysen. Die Testkäufer stellen dem Supermarkt ihre persönlichen Daten und Informationen zum Kaufverhalten zur Verfügung, sodass Marken, StartUps oder Online-Händler im realen Marktumfeld prüfen können, wie gut ihre Produkte ankommen. Hersteller bieten ihre Produkte für einen Testzeitraum von maximal drei Monaten an. Dort findet man die üblichen Supermarktprodukte: Getränke, Lebensmittel, Süßwaren, Reinigungsmittel etc. Insgesamt wurden seit dem Start im Oktober 2017 1.200 Artikel getestet, so Stores + Shops. Monatlich finden sich aktuell im Schnitt etwa 150 Artikel im Sortiment, der Ausbau auf 1.000 sei geplant.
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