Amazon: gigantische Verluste, viele Spams und eine ungerechte Kooperation
Bei Amazon ging es im Oktober Auf und Ab: Zunächst einmal enttäuschte der Konzern seine Anleger auf ganzer Ebene. Zwar stieg der Umsatz um ordentliche 20 Prozent auf über 21 Milliarden US-Dollar, doch aufgrund der zahlreichen Investitionen stand am Ende der Bilanz wieder eine große rote Zahl: und zwar ein Verlust von 437 Millionen Dollar. Auch die Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft fiel tiefer aus als erwartet.
Doch nicht nur die Bilanz ist Grund für Unmut. Auch die schier nie abreißende Welle von Amazon-Spams ärgerte die Händler: Obwohl es für viele Verkäufer der Plattform nichts Neues ist, gingen wieder zahlreiche Fake-Nachrichten an die Nutzer. Darin wurden sie aufgefordert, ihre Zahlungsdaten erneut zu übermitteln. Immer wieder versuchen Betrüger mit solchen Maschen an das Geld argloser User heranzukommen.
Krach gab es außerdem aufgrund einer Kooperation zwischen Amazon und dem Spiegel. Die wöchentliche Spiegel-Bestsellerliste ist ein attraktives Marketinginstrument. Doch obwohl die Daten dieses Rankings auf der Grundlage zahlreicher Händlerdaten basieren, profitieren diese nicht davon. Der Grund: Spiegel Online verlinkt die Bücher ausschließlich auf Amazon, den Erzfeind dieser Kleinunternehmen. Weil die Kritik ob dieser Ungerechtigkeit in den vergangenen Wochen immer lauter geworden ist, will der Spiegel nun nach einer Lösung suchen.
Amazon geht offline und präsentiert neue Leistungen
Um die eigenen Geschäfte weiter zu optimieren, will Amazon nun neue Wege beschreiten. Wie der Konzern im Oktober mitteilte, werde noch vor Weihnachten die erste hauseigene stationäre Filiale eröffnet. Um besonders große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, soll das Geschäft im Herzen von New York, genauer gesagt in Manhatten, starten. Der neue Laden soll mithilfe eines Mini-Lagers ein abgespecktes Sortiment anbieten und Kunden darüber hinaus auch als Abholstation für ihre online-bestellten Produkte dienen. Zu guter Letzt soll mit seiner Hilfe auch die taggleiche Lieferung in der Umgebung vorangetrieben werden. Auch eine zweite Filiale wurde zwischenzeitlich angekündigt
Neben den Offline-Bestrebungen will sich das Unternehmen von Jeff Bezos natürlich auch weiterhin in alle Richtungen ausdehnen. So hat der Konzern eine Hardware-Neuerung angekündigt: Der Amazon Fire TV Stick präsentiert sich als abgespeckte Version der Fire TV Streaming-Box. Mit ihm sollen Kunden ganz leicht Filme, Serien, Spiele und Bilder auf ihre Mattscheibe projizieren und dabei auf verschiedene Streaming-Dienste zugreifen können. Im Service-Bereich hingegen hat Amazon „Kindle Unlimited“ auf den Weg gebracht. Hierbei handelt es sich um die bereits länger angekündigte E-Book-Flatrate, die es Nutzern für knapp 10 Euro im Monat gestattet, auf über 650.000 Bücher zuzugreifen.
Google lässt Pinguin frei und fährt gute Umsätze ein
Das dritte Quartal war für Google eine erfolgreiche Periode: Der Suchmaschinenriese kann ein Umsatzwachstum von 20 Prozent vorweisen und erreicht damit über 16,5 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser positiven Entwicklung waren die Analysten von den Gewinnen enttäuscht: Diese sanken um mehr als 5 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar: Grund sind nicht nur die großzügigen Investitionen in Forschung, Personal und Marketing. Auch die Einnahmen im Bereich Werbung schwächeln.
Im Monat Oktober gab Google außerdem bekannt, das neue Penguin-Update 3.0 auszurollen. Die letzte Aktualisierung liegt ein ganzes Jahr zurück. Mithilfe des schwarz-weißen Vogels sollen unnatürliche Links und und Websites mit extremer Über-Optimierung abgestraft werden.
Außerdem verkündete der Konzern, die Anpassung der technischen Richtlinien: Demnach könne der Googlebot nun auch Javascript-, CSS- und Bilddateien lesen. Dies hat zur Folge, dass nicht nur die Ladezeiten wichtiger werden, sondern dass Online-Händler und Unternehmen ihre robots.txt-Dateien überprüfen sollten. Dabei sollte sichergestellt werden, dass jene Dateien nicht für den Googlebot ausgeschlossen wurden.
Vorbereitungen für Weihnachten sind in vollem Gange
Nicht nur die Paket-Dienstleister wie Hermes rüsten derzeit ihre Personalabteilung auf, um dem kommenden Ansturm der Weihnachtszeit gerecht zu werden. Auch viele Händler haben die Vorbereitungen für das weihnachtliche Geschäft bereits begonnen. Egal ob Werbestrategien, Design und Layout, Lager- und Lieferaspekte oder ein reibungsloser Bestellvorgang – im Weihnachtsgeschäft muss alles klappen. Aus diesem Grund hat der Händlerbund mit dem Weihnachtsguide einen kostenlosen Ratgeber herausgegeben. Dieser soll Händler interessante Ideen, nützliche Tipps und Vorschläge in Bezug auf das Weihnachtsgeschäft geben.
Den Weihnachtsguide können Sie sich kostenlos als PDF herunterladen.
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