Weihnachten 2025: Milliardenverluste für deutsche Händler durch Temu, Shein und AliExpress

Veröffentlicht: 08.12.2025
imgAktualisierung: 08.12.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.12.2025
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Temu-Päckchen an einer Wohnungstür
PenguinLens / Depositphotos.com
Temu, Shein und AliExpress gewinnen in Deutschland Marktanteile. Hiesigen Händlern entgehen dadurch Milliardenumsätze.


Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress gewinnen in Deutschland immer mehr an Bedeutung und erobern Marktanteile – vor allem im Weihnachtsgeschäft. Laut einer YouGov-Umfrage plant beinahe jeder zehnte Deutsche, Weihnachtsgeschenke auf diesen Plattformen zu kaufen. Eine Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen kommt sogar zu dem Schluss, dass jeder siebte Weihnachtsgeschenke bei chinesischen Anbietern kauft.

Besonders beliebt sind preisgünstige Produkte wie Kleidung, Dekorationsartikel und Spielzeug. Die Attraktivität dieser Anbieter liegt in ihren niedrigen Preisen, der großen Produktauswahl und den oft großzügigen Rabatten.

Milliardenumsätze im Weihnachtsgeschäft

Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt, dass Temu und Shein allein im diesjährigen Weihnachtsgeschäft Umsätze von bis zu einer Milliarde Euro erzielen könnten. Diese Entwicklung belastet insbesondere den stationären Handel, vor allem Modehändler. Laut dem Branchenverband BTE könnten in diesem Jahr bis zu drei Milliarden Euro Umsatz von deutschen Modehändlern zu asiatischen Plattformen abwandern, so der Spiegel. Und das hat seinen Preis: Der Kreditversicherer Allianz Trade registrierte für den Zeitraum von August 2024 bis August 2025 mehr als 2.400 Insolvenzen im deutschen Einzelhandel – ein neuer Höchstwert seit 2016.

Handelsexperten schlagen Alarm und fordern eine strengere Regulierung sowie effektivere Zollkontrollen, um die Wettbewerbsbedingungen gerechter zu gestalten. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die günstigen Preise und Geschäftsmodelle asiatischer Anbieter, die häufig schwer mit den Kostenstrukturen deutscher Händler zu vereinbaren sind. Der Ruf nach politischen Maßnahmen wird daher immer lauter, um den heimischen Handel zu schützen und die negativen Folgen der Plattformökonomie einzudämmen.

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Veröffentlicht: 08.12.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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