Waffen, Sexpuppen und Medikamente: EU überprüft Shein

Veröffentlicht: 19.02.2026
imgAktualisierung: 19.02.2026
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.02.2026
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Shein Marktplatz
T.Schneider / Depositphotos.com
Wegen vermeintlicher Verstöße gegen den DSA leitet die EU-Kommission ein Verfahren gegen Shein ein.


Der Billig-Marktplatz Shein gerät immer wieder in Kritik. Zuletzt sorgte eine kindlich aussehende Sexpuppe, die auf dem Marktplatz angeboten wurde, für Ärger. Die EU-Kommission leitet nun ein Verfahren gegen das Unternehmen ein. Shein wird der Vorwurf gemacht, zu wenig gegen illegale Produkte auf der Plattform zu unternehmen und damit gegen den Digital Services Act (DSA) zu verstoßen, wie LTO berichtete

Sexpuppen, Waffen und Medikamente

Auf Shein wurden immer wieder illegale Produkte zum Verkauf angeboten. Ende letzten Jahres waren die Behörden auf Sexpuppen aufmerksam geworden, die ein kindliches Aussehen hatten, was zur Festnahme eines Verkäufers und einer Sperrung der Plattform in Frankreich führte. Zwischenzeitlich sollen außerdem genehmigungspflichtige Waffen sowie Medikamente auf dem Marktplatz angeboten worden sein. Zwar wurden die Angebote vom Unternehmen selbst entfernt, trotzdem wird Shein vorgeworfen, nicht ausreichend gegen illegale Produkte auf dem Marktplatz vorzugehen. 

Neben illegalen Produkten sollen auch das Belohnungssystem, welches zu mehr Käufen animiert, und der intransparente Algorithmus gegen die Vorgaben des DSA verstoßen.

Shein kündigt Zusammenarbeit an

Das Unternehmen kündigte an, bei dem Verfahren mit der EU-Kommission zusammenarbeiten zu wollen. „Wir teilen das Ziel der Kommission, eine sichere und vertrauenswürdige Online-Umgebung zu gewährleisten, und werden uns weiterhin konstruktiv an diesem Verfahren beteiligen“, so das Unternehmen.

Wie lange das Verfahren dauern wird, steht noch nicht fest. Wenn Verstöße gegen den DSA festgestellt werden, droht ein Bußgeld von bis zu sechs Prozent des Vorjahresumsatzes. Auch eine Sperrung der Plattform ist im Extremfall möglich. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 19.02.2026
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

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