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Verkaufen auf OnBuy: Voraussetzungen, Gebühren & Vorteile im Überblick

Veröffentlicht: 29.09.2025
imgAktualisierung: 29.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 4 Min.
29.09.2025
img 29.09.2025
ca. 4 Min.
Hand auf geöffnetem Laptop im Profil
farknot / Depositphotos.com
Der britische Marktplatz OnBuy ist in Deutschland gestartet. Wir erklären, wie die neue Plattform funktioniert.


Im September 2025 ist der britische Marktplatz OnBuy in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, gestartet. Was genau OnBuy ist, wie der Marktplatz funktioniert und was Händler erwarten können, klären wir im folgenden FAQ.

Was ist OnBuy?

OnBuy ist ein Online-Marktplatz, der es Händlern ermöglicht, Produkte in verschiedenen Kategorien anzubieten. Die Plattform agiert als Vermittler zwischen Verkäufern und Käufern und will eine Alternative zu anderen Marktplätzen wie Amazon oder Ebay bieten.

Voraussetzungen für OnBuy

Welche Voraussetzungen müssen Händler für OnBuy erfüllen?

Online-Händler können über dieses Formular einen Account erstellen. OnBuy verlangt folgende Informationen für die Registrierung:

  • Ein Link zur aktuellen Verkaufsplattform
  • 50 Bewertungen aus den letzten 12 Monaten (mindestens 90 Prozent davon mit 4 von 5 Sternen bewertet)
  • GTINs für die angebotenen Produkte (sofern diese üblicherweise mit einem Barcode versehen sind)
  • Bankkonten in der Währung bzw. den Währungen der Webseiten, auf denen man verkaufen möchte
  • Eine Rücksendelösung für jedes Land, in dem verkauft werden soll (entweder eine lokale Rücksendeadresse oder eine Alternative wie Freepost oder einen Abholservice)
  • Eine belastbare Debit- oder Kreditkarte

Außerdem sind einige Standardunterlagen für das Unternehmen sowie Identitätsnachweise beizufügen:

  • Geschäftsregistrierung und Umsatzsteuerdaten, falls zutreffend
  • Gültiger Lichtbildausweis des Händlers (Reisepass, Führerschein oder Personalausweis)
  • Adressnachweis (Kontoauszug oder aktuelle Verbrauchsabrechnung, nicht älter als 3 Monate)
  • Ein Mobiltelefon zur Verifizierung

Wie funktioniert das Verkaufen auf OnBuy?

Das Verkaufen auf OnBuy erfolgt durch die Erstellung eines Händlerkontos, das Hochladen von Produktdaten und die Verwaltung von Bestellungen über ein Dashboard. Produkte können entweder bestehenden Artikeln zugeordnet oder neu angelegt werden. OnBuy erhebt Verkaufsgebühren, die abhängig von der Produktkategorie variieren.

Achtung: Zwar hat OnBuy den Start in Deutschland bereits verkündet, aktuell ist es aber offenbar noch nicht möglich, Listings einzustellen (Stand: 30. September). Wir entfernen diesen Hinweis, wenn es soweit ist.

Ist der Verkauf auf OnBuy rechtssicher?

Dass deutsche Händler:innen noch keine Listings einstellen können, dürfte auch damit zusammenhängen, dass OnBuy aktuell noch daran arbeitet, EU-Regelungen zu implementieren. Die Produktsicherheitsverordnung (GPSR) und andere fehlen zum Beispiel. Als UK-Marktplatz war EU-Recht bislang kein Thema für OnBuy, das ändert sich nun. Es dürfte noch ein paar Wochen dauern, bis alles auf dem aktuellen Stand ist.

Kosten und Auszahlung

Welche Gebühren fallen bei OnBuy für Händler an?

OnBuy erhebt Verkaufsgebühren, die je nach Produktkategorie zwischen 7 Prozent und 15 Prozent liegen. Zusätzlich können Gebühren für Zahlungsabwicklungen anfallen, die von den gewählten Zahlungsmethoden abhängen. Außerdem bietet OnBuy diverse Abo-Modelle mit unterschiedlichem Funktionsumfang. 

Wie und wann erhalte ich meine Auszahlung?

Sobald die Artikel versendet wurden, berechnet OnBuy das Zahlungsdatum – in der Regel sieben Tage nach Ablauf des voraussichtlichen Lieferzeitraums. Händler können eine monatliche Auszahlung an einem für sie passenden Tag einrichten oder ihr Guthaben auszahlen lassen, sobald es verfügbar ist.

Welche Vorteile bietet OnBuy für Händler?

OnBuy bietet Händlern eine transparente Gebührenstruktur, Zugang zu einem breit gefächerten Kundenstamm und keine Konkurrenz durch Eigenmarken, da OnBuy selbst keine Produkte verkauft.

Gibt es spezielle Angebote für Markeninhaber?

Wer eingetragener Markeninhaber ist, kann mit der OnBuy Brand Ownership-Funktion andere Verkäufer daran hindern, eigene Produkte anzubieten. Diese Funktion steht derzeit nur Eigenmarken zur Verfügung, bei denen keine anderen Verkäufer Zugang zu Produkten haben oder diese vertreiben können.

Internationaler Verkauf

Ist OnBuy für internationale Händler verfügbar?

Ja, OnBuy steht internationalen Händlern offen. Es können Produkte weltweit gelistet werden, solange die Versandrichtlinien und Anforderungen des Zielmarktes erfüllt werden.

In welchen Ländern kann ich verkaufen?

Händler können wählen, ob sie in Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Portugal, der Slowakei, Spanien und/oder im Vereinigten Königreich verkaufen möchten. Für 2025 sind bereits weitere Standorte geplant – unter anderem die USA. Händler können dabei selbst entscheiden, welche Märkte sie bedienen wollen. Achtung: Übersetzungen der Produktlistings in die jeweiligen Landessprachen sind erforderlich!

Welche Zahlungsmethoden unterstützt OnBuy?

OnBuy unterstützt verschiedene Zahlungsmethoden, darunter Kreditkarten, Debitkarten und PayPal. Die Transaktionen werden über das OnBuy-Zahlungssystem abgewickelt.

Wie werden Bestellungen auf OnBuy verwaltet?

Bestellungen werden über ein Händler-Dashboard verwaltet. Dort können Händler den Bestellstatus einsehen, Versandoptionen festlegen und Kundendaten für den Versand abrufen.

Welche Produkte können auf OnBuy verkauft werden?

Auf OnBuy können Produkte aus über 17 Kategorien angeboten werden, darunter Elektronik, Mode, Haushaltswaren und Spielzeug. Verbotene Artikel sind in den OnBuy-Richtlinien aufgeführt.

Wie erfolgt der Versand von Bestellungen auf OnBuy?

Der Versand der Bestellungen liegt in der Verantwortung der Händler. Versandoptionen und -kosten werden vom Händler festgelegt und dem Käufer während des Bestellvorgangs angezeigt.

Wo erfahre ich mehr zum Verkaufen auf OnBuy?

Der Marktplatz stellt auf dieser Seite alle notwendigen Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 29.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 29.09.2025
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Robert
30.09.2025

Antworten

Der Artikel erweckt den Eindruck, als seien die Informationen nur allgemein aus dem Netz übernommen worden, ohne OnBuy in der aktuellen Praxis zu prüfen. Tatsächlich ist es derzeit nicht möglich, ein neues Listing auf dem deutschen Marktplatz anzulegen – stattdessen erscheint lediglich der Hinweis „Create New Product – Manually adding products via the Product Wizard will be available in this location soon.“ Zudem befinden sich wichtige Themen wie EPR und GPSR bei OnBuy noch im Aufbau und sollen erst künftig umgesetzt werden. Damit steht die Darstellung im Artikel im Widerspruch zur Realität, insbesondere für deutsche Händler, die strengen EU-Regularien unterliegen.
Redaktion
30.09.2025
Hallo Robert, vielen Dank für die berechtigten und wichtigen Hinweise. Ich habe den Artikel entsprechend ergänzt. Wenn die "Kinderkrankheiten" beseitigt sind, wird das an dieser Stelle noch einmal aktualisiert. Viele Grüße, Christoph von OHN