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Die Top Online-Marktplätze – wer kann Amazon das Wasser reichen?

Veröffentlicht: 13.04.2026
imgAktualisierung: 13.04.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
13.04.2026
img 13.04.2026
ca. 3 Min.
Logos großer Online-Marktplätze
Erstellt mit KI
Eine neue Marktplatz-Analyse aus den USA zeigt die unangefochtene Dominanz von Amazon. Doch auf weiteren Plätzen tobt ein Kampf um Anteile.


Der globale E-Commerce-Markt bleibt dynamisch – und für Händler komplexer denn je. Dies zeigt einmal mehr eine aktuelle Analyse des Branchenspezialisten MarketplacePulse: Das Unternehmen hat auf Basis der Umsätze eine Liste der zehn größten Online-Marktplätze in den USA erstellt.

Die Analyse ist nicht nur als reiner Überblick über die Entwicklung des Marktes zu verstehen. Sie gibt Händlern darüber hinaus auch Anhaltspunkte, welche Strategien für sie relevant sein könnten und wo noch ungenutzte Potenziale schlummern. Während einige Plattformen ihre Dominanz ausbauen, setzen andere gezielt auf Nischen oder innovative Geschäftsmodelle.

Niemand schlägt Amazon

Wenig überraschend ist und bleibt Amazon der unangefochtene Spitzenreiter: Mit geschätzten 300 Milliarden US-Dollar Umsatz durch Drittanbieter ist der Konzern weiterhin die klare Nummer eins unter den E-Commerce-Marktplätzen. Der Abstand zur Konkurrenz ist enorm: Der Drittanbieter-Umsatz ist „mehr als siebenmal so viel wie Ebay und etwa 20-mal so viel wie die nächstplatzierten Konkurrenten“, heißt es in der Analyse. Für viele Händler bedeutet das: Amazon bleibt Pflicht – auch wenn weitere Anbieter die eigenen Kanäle sinnvoll ausbauen können.

Platz Marktplatz US-Marktplatz-Umsatz 2025 

  1. Amazon: 300 Milliarden Dollar
  2. Ebay: 39 Milliarden Dollar
  3. Temu: 22 Milliarden Dollar
  4. TikTok Shop: 15 Milliarden Dollar
  5. Walmart: 15 Milliarden Dollar
  6. Wayfair: 10 Milliarden Dollar
  7. Shein: 6 Milliarden Dollar
  8. Etsy: 6 Milliarden Dollar
  9. Whatnot: 6 Milliarden Dollar
  10. Target Plus: 1 Milliarde Dollar

Amazon hat Shoppern viel zu bieten

Neben den eigentlichen Marketplace-Umsätzen greift MarketplacePulse noch zwei weitere Services von Amazon auf und reiht sie in die erstellte Liste ein, um deren Branchenrelevanz zu verdeutlichen. So soll allein Amazon Haul, das Billigangebot des Konzerns, das als direkter Konkurrent zu Temu kreiert wurde, Schätzungen zufolge rund zwei Milliarden Dollar im US-amerikanischen Heimatmarkt generieren. Allein damit würde Amazon den zehnten Platz der Top 10 aus dem Rennen kicken.

In einem Gedankenspiel werden zudem Verkäufe über den hauseigenen digitalen Einkaufsassistenten Rufus in Beziehung zu den Marktplatz-Verkäufen gesetzt: Demnach hatte Unternehmenschef Andy Jassy hier zusätzliche Umsätzen in Höhe von 12 Milliarden Dollar für 2025 in Aussicht gestellt. Geht man davon aus, dass nur die Hälfte davon im US-Heimatmarkt generiert werden, käme man an dieser Stelle auf eine Summe von sechs Milliarden Dollar – womit Amazon nur mittels Rufus auf die gesamten Marktplatz-Umsätze von Etsy, Shein und Whatnot käme.

Wettbewerber setzen auf unterschiedliche Strategien

Hinter Amazon formiert sich ein spannendes Mittelfeld: Ebay positioniert sich mit rund 39 Milliarden US-Dollar Umsatz weiterhin auf Platz zwei. Der Schlüssel zum Erfolg liege hier in der klaren Positionierung und Neuausrichtung mit dem Fokus auf Secondhand, Sammlerprodukte sowie Enthusiasten. Für Händler mit spezialisierten Produkten oder gebrauchten Waren bleibt Ebay demnach eine attraktive Plattform.

Außerdem richtet die Analyse das Scheinwerferlicht insbesondere auf drei Plattformen, die sich in einem ähnlichen Umsatzbereich zwischen 15 und 22 Milliarden US-Dollar befinden: Temu, TikTok Shop und Walmart Marketplace. Sie zeigen, dass es nicht den einen Erfolgsweg gibt. Stattdessen konkurrieren unterschiedliche Ansätze direkt miteinander: Während Temu auf aggressive Preisstrategien und flexible Logistikmodelle setzt, nutzt TikTok Shop Content und Social Commerce als Wachstumstreiber. Walmart Marketplace verbindet indes den Online-Handel mit stationärer Infrastruktur.

Neben den großen Plattformen haben sich spezialisierte Marktplätze erfolgreich in klar definierten Segmenten etabliert: Wayfair mit einem Fokus auf Möbel und Home-and-Living-Produkten, Etsy mit Handgemachtem, Whatnot im Live-Commerce- und Auktions-Segment, der Marktplatz von Shein mittels Fast Fashion und nicht zuletzt auch Target Plus mit einem kuratierten Sortiment. Spezielle Zielgruppen eröffnen hier Händlern neue Chancen.

Veröffentlicht: 13.04.2026
img Letzte Aktualisierung: 13.04.2026
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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