Temu wächst, Konkurrenz schrumpft – so trumpft der Marktplatz in Deutschland auf

Veröffentlicht: 09.09.2025
imgAktualisierung: 09.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
09.09.2025
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Temu auf einem Smartphone vor großem Temu-Schriftzug
Boarding2Now / Depositphotos.com
Temu erreichte im ersten Halbjahr 2025 durchschnittlich 115,7 Millionen monatliche Nutzer in Europa – Deutschland ist der größte Markt.


Der Online-Marktplatz Temu konnte im ersten Halbjahr 2025 in Europa stark zulegen. Mit durchschnittlich 115,7 Millionen monatlichen Nutzern verzeichnete die Plattform ein Wachstum von 12,5 Prozent im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2024. Besonders Frankreich sticht hervor: Hier wuchs die Nutzerbasis um 19,4 Prozent, was 2,6 Millionen neuen Nutzer:innen entspricht. Auch Spanien (+15,6 Prozent), Deutschland (+13,5 Prozent), Italien (+13,2 Prozent) und Polen (+12,8 Prozent) trugen maßgeblich zum Anstieg bei.

Allein in Deutschland wird Temu mittlerweile von knapp 20 Millionen Menschen genutzt, so Ecommerce News. Während Temu wächst, verliert die Konkurrenz kontinuierlich Marktanteile.

DSA-Bericht zu den Nutzungszahlen

Als „sehr große Online-Plattform“ ist Temu gemäß dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz: DSA) verpflichtet, alle sechs Monate einen Transparenzbericht zu veröffentlichen. Diese Berichte enthalten die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Nutzer:innen in der gesamten Europäischen Union sowie in den einzelnen Mitgliedstaaten. Als sehr groß gilt eine Plattform, wenn sie monatlich mehr als 45 Millionen aktive Nutzer:innen in der EU aufweist.

Neben dem Nutzerwachstum setzt Temu auf die Einbindung europäischer Händler:innen und den Ausbau lokaler Logistik. Ziel ist es, 80 Prozent der Bestellungen aus europäischen Lagern zu versenden. Gleichzeitig steht Temu unter Druck: Frankreich forderte jüngst in Brüssel, die Plattform könne aus Suchmaschinen entfernt werden, falls sie weiterhin gegen EU-Vorgaben wie Produktsicherheitsrichtlinien verstoße.

Veröffentlicht: 09.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 09.09.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Ashgar
24.09.2025

Antworten

Während Temu mit Dumpingpreisen und zweifelhaften Methoden den deutschen Markt aufrollt, duckt sich die Politik weg. Statt klare Regeln durchzusetzen, wird der Ausverkauf unseres Mittelstands billigend in Kauf genommen. Wer jetzt schweigt, macht sich mitschuldig am Sterben unzähliger kleiner und mittelständischer Betriebe. Es ist ein Skandal, dass Verbraucher:innen in Sicherheit gewogen werden, während Billigware ohne echte Kontrolle den Markt flutet. Dieses Thema gehört nicht in die Hinterzimmer von Brüssel, sondern in die breite Öffentlichkeit – und zwar sofort.
Matti
11.09.2025

Antworten

Es wird Zeit, dass denen mal Einhalt geboten wird. Wieso passiert nichts? Ein Schelm wer böses denkt.