Temu – ein teuer bezahlter Erfolg
Und noch ein besonderer Aspekt sei mit Blick auf Temu zu beachten: „Niemand sonst hatte den Ehrgeiz und das Kapital, den Aufbau eines Einzelhandelsunternehmens von Null auf zehn Milliarden Dollar in zwei Jahren zu beschleunigen. Temu erhält nur wenig organischen Verkehr; es kauft die Hunderte von Millionen von Besuchen durch Anzeigen“, schreibt MarketplacePulse weiter.
Allerdings wird diese Strategie daher auch nicht als dauerhaft eingestuft, da sie unrentabel sei. Alles in allem erreicht Temu mit der Website laut Daten von Similarweb rund 700 Millionen Besuche im Monat, wodurch sich zu Amazon.com – mit rund 2,7 Milliarden Besuchen – noch ein deutlicher Abstand ergibt.
Zu beachten ist: Ohne Kontext dürfe man die Temu-Zahlen nicht bewerten, denn wie die Analyse-Experten weiter ausführen, generiere Temu einen Großteil seiner Verkäufe über die App und eben nicht über die Website. „Viele andere E-Commerce-Giganten, vor allem in China, haben nur wenig Webverkehr, sodass Temus Status als zweitmeistbesuchte E-Commerce-Website das Unternehmen nicht zum zweitgrößten Online-Händler macht.“
Die hauseigene App jedenfalls verbuche seit dem Start von Temu enorme Erfolge: In insgesamt 79 Ländern ist die Plattform mittlerweile aktiv und belege „in den meisten“ davon mittlerweile schon den ersten Rang der Shopping-Apps.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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