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Neue Studie: Händler:innen bespielen durchschnittlich sechs Marktplätze

Veröffentlicht: 16.10.2025
imgAktualisierung: 16.10.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
16.10.2025
img 16.10.2025
ca. 2 Min.
Ein Smartphone-Display zeigt verschiedene E-Commerce-Apps von Ebay, über Amazon und Temu.
rafapress / Depositphotos.com
Um sichtbar zu sein und Risiken zu minimieren, verteilen Händler:innen ihre Geschäfte auf mehrere Marktplätze.


Marktplätze sind für Konsument:innen die zentrale Anlaufstelle für die meisten Produktsuchen. Ob reiner Preisvergleich, Suche nach Bewertungen oder die Bequemlichkeit, alles an einem Ort zu bekommen. Für Händler:innen bedeutet dies: Wer nicht auf den wichtigen Marktplätzen vertreten ist, verliert wichtige Sichtbarkeit.

Wie viele Marktplätze dabei im Schnitt bespielt werden, untersuchte das Softwareunternehmen ChannelEngine in seiner aktuellen Studie „Marketplace Seller Trends Report 2025“. Befragt wurden hierfür 470 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden sowie den USA.

Im Schnitt vier bis sechs Marktplätze

Noch vor wenigen Jahren galt Multichannel als Kür – inzwischen ist es Pflicht. Während Händler früher mit zwei bis drei Plattformen auskamen, zwingt das veränderte Kaufverhalten der Kunden heute zu breiter Präsenz. Von den befragten Unternehmen handeln derzeit nur noch zwei Prozent auf ausschließlich einem Marktplatz. Für weitere 29 Prozent hat sich der Mix aus zwei bis drei verschiedenen Marktplätzen als ideal herausgestellt.

Den größten Anteil machen mit 36 Prozent jedoch jene Unternehmen aus, die sich mittlerweile auf vier bis sechs Marktplätze diversifiziert haben. Ein nicht unwesentlicher weiterer Anteil von 23 Prozent nutzt sogar sieben bis zehn Plattformen. Und auch das ist nicht das Ende der Fahnenstange: für elf Prozent dürfen es sogar mehr als zehn Plattformen sein.

Die Verteilung zeigt klar, dass der Trend zur Diversifizierung geht. Dass sich das Gros im mittleren Segment angesiedelt hat, hat mutmaßlich vor allem mit dem Aufwand zu tun, welcher mit jeder weiteren Plattform maßgeblich steigt.

Das sind die Top-Marktplätze

Wenig überraschend dominiert Amazon auf jedem der befragten Märkte. Doch schon ab dem zweiten Platz gibt es lokale Unterschiede. So setzen Händler:innen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland auf Ebay, während in den USA Walmart und in den Niederlanden BOL meist die nächste Wahl ist.

Auch die asiatischen Anbieter Temu und TikTok Shop gehören mittlerweile zum Mix dazu. So ist TikTok Shop in Großbritannien für viele bereits die dritte Wahl, in den USA zumindest mit in den Top fünf. Temu schafft es ebenfalls in den USA sowie den Niederlanden in die oberen fünf der am meisten gewählten Plattformen.

Hoher Verwaltungsaufwand für Händler:innen

Mit der wachsenden Reichweite steigt auch die Komplexität. Laut Report verbringen jene Händler:innen, die vier bis sechs Marktplätze betreiben, durchschnittlich 36 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben wie Preis-Updates, Bestandsabgleichen oder Listing-Korrekturen. Über die Hälfte nutzt dafür noch Excel-Tabellen oder interne Tools, obwohl 91 Prozent Automatisierung als geschäftskritisch einstufen.

Das Resultat: Viele Händler sind unzufrieden mit ihren Integrationslösungen – 66 Prozent planen innerhalb der nächsten zwölf Monate den Wechsel des Tools oder Integrators. Hauptprobleme bleiben inkonsistente Produktdaten, aufwendige Preisaktualisierungen und fehlerhafte Bestands-Synchronisation.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 16.10.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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