Otto reagiert mit neuen Maßnahmen gegen Vielretournierer

Veröffentlicht: 08.01.2026
imgAktualisierung: 08.01.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.01.2026
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ca. 2 Min.
Otto-Logo auf Smartphone vor Marktplatz auf Laptop
T.Schneider / Depositphotos.com
Otto optimiert sein Retourenmanagement. Hohe Retourenquoten können künftig zu Einschränkungen oder sogar zu einer Kontosperrung führen.


Retouren gehören zum Alltag im Online-Handel, dennoch hat sich Otto das Ziel gesetzt, diese zu reduzieren – nicht nur, um Kosten zu sparen, sondern auch, um die Umweltbelastung zu minimieren. Als einer der größten deutschen Online-Händler mit 12,5 Millionen aktiven Kund:innen hat Otto mehrere Maßnahmen entwickelt, die auf bewusste Kaufentscheidungen abzielen.

Um Fehlkäufe zu vermeiden, werden Produktinformationen stetig verbessert, heißt es vom Konzern. Zudem werden Tools zur Größenfindung bereitgestellt. Diese sollen Kund:innen helfen, von Anfang an die richtige Wahl zu treffen und Rücksendungen zu reduzieren.

Strafen bei Vielretournierern

Für Kund:innen mit besonders hohen Retourenquoten hat Otto ein dreistufiges Verfahren eingeführt: In der ersten Phase erhalten diese eine sogenannte „Umweltmail“, die auf die Folgen ihres Verhaltens für die Umwelt hinweist. Ändert sich das Rücksendeverhalten nicht, greift Otto in Phase 2 ein, indem bestimmte Zahlungsmöglichkeiten, etwa der Kauf auf Rechnung, eingeschränkt werden. Sollte dies ebenfalls keine Wirkung zeigen, folgt als letzte Maßnahme in Phase 3 eine vollständige Bestellsperre.

„Sogenannte ‚Hochretournierende‘ weisen ein auffällig hohes Volumen an Retourensendungen auf. In diesen Fällen liegt ein enormes Missverhältnis zwischen der Anzahl an bestellten und retournierten Artikeln vor, sodass die Retourenquote über einen längeren Zeitraum bei über 90 Prozent liegt“, so Pressesprecher Frank Surholt. Er betont allerdings, dass die Hochretournierenden äußerst selten seien.

Kundschaft passt Verhalten an

Laut Otto zeigt diese Strategie Wirkung. Die meisten Kund:innen passen ihr Verhalten nach der ersten oder zweiten Phase an, sodass Sperrungen nur in Ausnahmefällen notwendig sind. Das Unternehmen betont, dass diese Maßnahmen nicht darauf abzielen, Kund:innen zu verlieren, sondern sie zu einem verantwortungsvolleren Umgang zu motivieren. Ob eine endgültige Sperrung überhaupt legal ist, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Veröffentlicht: 08.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 08.01.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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5 Kommentare
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Fabian
14.01.2026

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Kann doch gar nicht legal sein, solange die entsprechenden Kunden korrekt von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Das ist, so mein Verständnis und Ergebnis meiner Recherche, nun mal gesetzlich zugesichert, und da kann man sich als Shop noch so drüber ärgern - sanktionieren / sperren darf man erst, wenn man über das Widerrufsrecht freiwillige, weiterrreichende Rückgabebedingungen anbietet und diese ausgenutzt werden. Wir haben auch so einen Fall, 100% Retourenquote in den letzten 12 Monaten, über 3.000 Euro einmal und wieder zurück. Den würden wir auch gerne sperren - er widerruft aber immer innerhalb der Frist.
Jeanette Van Kemper
09.01.2026

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"hat sich Otto das Ziel gesetzt, diese zu reduzieren – nicht nur, um Kosten zu sparen, sondern auch, um die Umwel..." Also ehrlich gesagt Ich als Kunde der sich fünf mal überlegt irgendwas zu bestellen und fünf mal vorher prüft bevor es bestellt und als Kunde Für den das mit der Umwelt erst mal an zweiter Stelle kommt Aber vorher das Monitor an erster denn solche Affen die einfach wild bestellen ohne nachzudenken und bis zu 90 % Retourenquote erzeugen die Sorgen doch dafür dass alle anderen Kunden die hat keine Affen sind dann viel mehr für das Produkt zahlen müssen. Ich finde es einfach immer lächerlich dass die ganze Welt meint immer aus Takt und Pietät immer die Klappe zu halten und nicht die Wahrheit zu sagen weil es einige wenige verletzen würde. Naja aber den Part hab ich dann ja hier mal übernommen. Tschuldigung für den Begriff Affen Für solche Personen also für die retourniere Aber vielleicht sollte man auch mal dann solche Wörter benutzen denn das was die mit uns anderen Kunden machen das ist ja genauso beleidigend und ins Gesicht zu schlagen und ins Portmonee. Das ist zum Beispiel genauso Wie wenn man bei Temu bestellt. Ja da kann man sich dann auch drüber streiten ob das Nachhaltig wäre und so weiter nur was nutzt mir das wenn ich bei einem deutschen Händler das gleiche Produkt bestell nur halt über den Umweg von irgendeinem Exporteur und diesen Händler und dann letztendlich Weil hier in Deutschland ja die Kosten viel höher sind Als in China zum Beispiel was nutzt es mir dann wenn ich dann das doppelte oder dreifache zahlen muss da verschenke ich dann vielleicht lieber mal den ein oder anderen Artikel der dann einfach nicht passt Oder der halt Nach meiner Prüfung dann halt durchgefallen ist. Vielleicht sollte man sich mal an seine eigenen Nase fassen und vor allen Dingen auch mal das Gehirn einschalten wenn man sich in der Welt bewegt. Meine eigene Freundin ist auch so ein Dauer retour ihrer Ich hab dir das schon 10.000 mal gesagt dass das volkswirtschaftlich kontraproduktiv ist und die Wirtschaft schädigt Aber das versteht ihn nicht. 5 Paar Schuhe bestellt und keins behalten. Ich weiß nicht wie man gar nicht den anderen Menschen gegenüber irgendwie im entferntesten ein schlechtes Gewissen haben können Ich finde sowas einfach unverschämt.
Lars
09.01.2026

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Selbstgemachte Leiden, mit "kostenlose Rücksendung" 90% Retourenquote? Wenn eine Person schon 20% (also jede 5te Bestellung) zurücksendet, dann ist das meiner Ansicht nach schon viel zu viel. Solch einen Kunden braucht kein (kleiner) Händler.
Sjaak
09.01.2026

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Da könnte sich Amazon ein Beispiel dran nehmen.
K.I
09.01.2026

Antworten

Otto reagiert mit neuen Maßnahmen gegen Vielretournierer: Er betont allerdings, dass die Hochretournierenden äußerst selten seien. - - - was soll dann dieser Bericht wenn doch alles nicht so schlimm ist?