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Online-Handel 2024: Marktplätze legen zu, chinesische Plattformen stehlen Marktanteile

Veröffentlicht: 24.01.2025
imgAktualisierung: 24.01.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.01.2025
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ca. 2 Min.
Online-Handel am Smartphone
IgorVetushko / Depositphotos.com
Erstmals seit 2021 legen die Umsätze im deutschen Online-Handel wieder zu. Davon profitieren allerdings nicht hiesige Online-Händler.


Der Brutto-Umsatz im deutschen Online-Handel ist zum ersten Mal seit 2021 wieder gestiegen. 2024 wurden 80,6 Milliarden Euro umgesetzt. Im Jahr zuvor waren es 79,7 Milliarden Euro – ein Anstieg von 1,1 Prozent. Am gesamten Einzelhandel hat der E-Commerce einen Anteil von 10,1 Prozent. Und auch für 2025 erwarten der BEVH und das EHI Retail Institute in einer gemeinsamen Prognose ein weiteres Umsatzwachstum im E-Commerce von 2,5 Prozent.

Dabei komme es aber auch auf äußere Faktoren an. Man erwarte zwar ein mittelfristig verstärktes Wachstum, aber: „Ein Risiko dafür wären neue Krisen, Unsicherheiten beispielsweise im Umfeld der Bundestagswahl und weitere geopolitische Spannungen. Bei positiven Impulsen besteht aber das Potenzial zu einem schnelleren Wachstum, insbesondere weil viele Konsumenten mit einer hohen Sparquote Rücklagen gebildet haben“, so BEVH-Präsident Gero Furchheim.

Marktplätze treiben Wachstum

Online-Händler:innen profitieren dabei unterschiedlich von der wieder positiveren Konsumstimmung. Während Marktplätze um 4,7 Prozent auf 44 Milliarden Euro Umsatz zulegen konnten und damit einen Marktanteil von 55 Prozent innehaben, mussten Online-Pure-Player (- 3,6 Prozent), Multichannel-Händler (- 2,0 Prozent) und Herstellerversender bzw. D2C-Anbieter (- 2,3 Prozent) Federn lassen.

Temu und Co. stehlen Marktanteile

Durchaus bedenklich für deutsche KMU ist dabei das Wachstum chinesischer Plattformen wie Temu. Das Branchenwachstum komme nämlich nicht nur hiesigen Händler:innen zugute, wie Furchheim erklärt: „In 2024 machten diese Anbieter bereits rund 6 Prozent aller Bestellungen aus. Die EU muss endlich wirksam durchsetzen, dass über diesen Weg keine unsicheren Produkte in den Markt drängen oder unfaire Wettbewerbsvorteile durch nicht gezahlte Steuern oder Zölle entstehen.“

Der Gesetzesrahmen in der EU sei nun da und müsse entschieden durchgesetzt werden. „Es mangelt am Vollzug, nicht an Regulierung.“

Veröffentlicht: 24.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 24.01.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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ralf
27.01.2025

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Da sieht man wieder wie unfähig die EU ist. Vermutlich kommt die Idee wieder auf eine extra Onlinehandel Steuer einzuführen, für die sich die Chinesen null interesieren werden, wie bisher alle EU-Richtlinien und wird den Wettbewerbsvorteil weiter zu Gunsten der Chinesen beflüglen. Ohne Mechanismen die die Einhaltung der Gesetze gewährleistet, ist jedes Gesetz unwirksam, zumindest für die, dies es betreffen soll. So trifft es nur die, die man eigentlich schützen will. Da müssen andere Lösungen her. Z.B. das Weltpostgesetz. Warum wird China hier noch als ein Entwicklungsland geführt. Ein Land dass - ein eigenes Raumfahrtprogramm betreibt und als erstes auf dem Mars sein will und eine eigene Raumstation baut. - Fusionsreaktoren baut, bzw. dort derzeit am weitesten fortgeshritten ist. - Medizinisch so weit fortgeschritten ist, das dort Krankheiten geheilt werden können, die in Europa noch als unheilbar gelten, weil China Stammzellen einsetzt. - Ein Krankenhaus eine Bauzeit hat, die kürzer ist, als bei uns das Genehmigungsverfahren für eine Bushaltestelle. - Eine Wirtschaftsleistung hat die unsere um ein vielfaches übertrifft. Solange es für einen Chinesen billiger ist, Ware von China nach Deutschland zu schicken, als innerhalb Deutschland oder innerhalb der EU, werden Chinesische Produkte weiterhin den Markt überschwemmen. Die EU muss hier drängen, dass China im Weltpostdesetzt den Status eines Entwicklungslandes verliert. Das wäre schon mal der erste Ansatz.