Heimische Anbieter holen auf: Temu und Shein verlieren plötzlich Marktanteile

Veröffentlicht: 20.10.2025
imgAktualisierung: 20.10.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
20.10.2025
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Apps von chinesischen Marktplätzen auf dem Smartphone
dimarik / Depositphotos.com
Trotz der großen Bekanntheit von Temu und Shein stagniert ihr Wachstum in Deutschland. Die Kundenbindung ist ein großes Problem.


Laut dem aktuellen „Amazon Shopper Report 2025“ von Remazing, der auf einer Umfrage unter 1.000 Personen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA basiert, haben Temu und Shein ihre Markenbekanntheit in Europa erheblich gesteigert. So gaben 96 Prozent der Befragten an, Temu zu kennen, während Shein bei 93 Prozent eine ähnlich hohe Bekanntheit erreicht. Dennoch bleibt die tatsächliche Kaufaktivität hinter diesen Zahlen zurück: Nur etwa 50 Prozent der Nutzer, die die Marken kennen, entscheiden sich letztlich auch für einen Einkauf.

Schwierigkeiten bei der Kundenbindung

Ein großes Problem für die beiden Plattformen scheint die Kundenbindung zu sein. Temu hat nach der Umfrage einen Käuferanteil von 45 Prozent erreicht – exakt denselben Wert wie im Vorjahr. Bei Shein zeigt sich hingegen ein leichter Rückgang: Der Anteil sank von 49 Prozent im vergangenen Jahr auf 45 Prozent in 2025. Diese Stagnation und zum Teil rückläufige Entwicklung verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die chinesischen Plattformen in Europa konfrontiert sind. 

Auch in anderen europäischen Ländern wird ein ähnliches Bild deutlich. In den Niederlanden beispielsweise verlangsamt sich das Wachstum von Temu und Shein ebenfalls. Im Gegenzug können europäische Anbieter ihre Marktanteile ausbauen und gewinnen zunehmend an Boden gegenüber den chinesischen Konkurrenten.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass trotz der beeindruckenden Markenbekanntheit der Erfolg dieser Plattformen nicht automatisch gesichert ist. Die Herausforderung, neue Kunden zu gewinnen oder bestehende Käufer langfristig zu binden, ist ein zentrales Thema, das über die weitere Entwicklung von Temu und Shein in Europa entscheiden wird.

Veröffentlicht: 20.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 20.10.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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3 Kommentare
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cf
20.10.2025

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Wie heißt es so schön: "Wer billig kauf, kauft zweimal" - aber zumeist nicht im gleichen Shop... Vielleicht merken die Kunden ja so langsam, dass viele "günstige Angebote" eben doch nur Billigware sind. Vielleicht ist in 9 Wochen aber auch Ostern...
Ralf
21.10.2025
Es gibt nur viele Erstbesteller bei Temu und Co. Da man als Erstbesteller mit kostenlosem Versand und zahlreichen Rabatten angelockt wird, welche bei der Zweitbestellung plötzlich nicht mehr vorhanden sind.
DiFe
21.10.2025
Ich gebe zu, dass ich ab und zu auch mal bei Temu bestelle. Warum auch nicht, es sind die gleichen Waren, die bei Amazon teurer verkauft werden. Anders als Amazon hat Temu bessere Bedingungen für die Händler - es ist eben eine chinesische Plattform, die auf Kooperation und Win-Win setzt, anders als Amazon, der es als amerikanische Plattform eben vor allem um die Marktbeherrschung und eigene Gewinnmaximierung geht. Das sind unterschiedliche Philosophien, und mir ist die chinesische weitaus sympathischer.