Na, wurdest du im Internet auch schon einmal wüst beschimpft und wusstest eigentlich gar nicht so recht, warum? Leider ist das trauriger Alltag. Der Hass aus Social Media und in einschlägigen Kommentarspalten scheint keine Grenzen zu kennen, denn der anonyme Raum des Internets wiegt viele User in Sicherheit, ganz ungefiltert und ohne auch nur einen Funken Verstand, ihre Meinungen kundzutun. Ob diese Personen im wahren Leben die gleichen Äußerungen auf diese Art und Weise tätigen würden, ohne sich dabei hinter einer digitalen Fassade verstecken zu können, ist zu bezweifeln.
Aber nicht nur auf Social Media, das ja rein für den Zweck des gegenseitigen Austauschs geschaffen wurden, hagelt es Hass und Beleidigungen. Auch auf Marktplätzen oder Secondhand-Portalen scheint der Ton in den letzten Jahren immer rauer geworden zu sein. Schimpfwörter fliegen hier aus den banalsten Gründen: Wenn ein Artikel schon von einem anderen Nutzer reserviert wurde, wird einem das schnell mit einem „Schlampe“ quittiert. Erhalten Interessenten zehn Minuten nach ihrer Anfrage noch immer keine Antwort, folgt ein unschönes „Dann f*** dich doch und behalte deinen Scheiß“.
Das sind wahre Konversationen, die genau so in meinem Postfach bei verschiedenen Portalen stattgefunden haben. Natürlich geht es nicht immer so knallhart zu. Viele Nachrichten versprühen auch mit deutlich weniger Hass eine gewisse Aggression. Wenn zum Beispiel auf eine Nachfrage ein genervtes „DAS HABE ICH DIR DOCH SCHON GESAGT“ folgt – natürlich alles in Großbuchstaben, um seinen Ton dahinter noch einmal zu verdeutlichen. Beispiele solcher und ähnlicher Konversationen gibt es reihenweise im Internet:
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