Ebay hat bestätigt, dass der Videospielehändler GameStop einen unaufgeforderten, nicht bindenden Übernahmevorschlag eingereicht hat. Vorherige Gespräche oder eine Kontaktaufnahme durch GameStop habe es nicht gegeben.
Vorstand prüft – Aktionäre sollen abwarten
Der Ebay-Vorstand will den Vorschlag gemeinsam mit seinen Finanz- und Rechtsberatern sorgfältig prüfen, wie der Marktplatz mitteilt. Im Mittelpunkt stehe dabei der Wert für die Aktionäre – insbesondere der Wert der angebotenen GameStop-Aktien sowie die Frage, ob GameStop überhaupt in der Lage ist, ein bindendes und umsetzbares Angebot vorzulegen. Ebay-Aktionäre wurden aufgefordert, vorerst keine Maßnahmen zu ergreifen.
Ebay betont eigene Stärke
In seiner Stellungnahme verwies Ebay auf seine Marktposition: Der Marktplatz zählt nach eigenen Angaben 135 Millionen Käufer in 190 Märkten weltweit und erzielte 2025 einen Bruttowarenwert von knapp 80 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen sieht sich auf Kurs mit seiner aktuellen Wachstumsstrategie, die sich laut Vorstand in den Zahlen des Gesamtjahres 2025 sowie des ersten Quartals 2026 widerspiegle.
Weitere Aussagen will Ebay erst machen, wenn der Vorstand eine gründliche Analyse abgeschlossen hat. Wie genau GameStop diese Übernahme finanzieren würde, ist indes nach wie vor unklar. In einem Interview mit CNBC konnte CEO Ryan Cohen nicht erklären, woher das Geld, das über den 20-Milliarden-Dollar-Kredit hinaus geht, kommen soll.
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Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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