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Fälschungen bei Temu & Shein: So groß ist die Gefahr für Handel und Kunden

Veröffentlicht: 02.09.2025
imgAktualisierung: 02.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
02.09.2025
img 02.09.2025
ca. 2 Min.
Apps von Temu, Shein und AliExpress auf einem Smartphone
dimarik / Depositphotos.com
Auf Plattformen wie Temu und Shein sind viele Produkte mutmaßlich gefälscht. Die Kritik an mangelndem Schutz geistigen Eigentums wächst.


Gefälschte Produkte und andere Verstöße gegen geistige Eigentumsrechte sind auf großen chinesischen E-Commerce-Plattformen wie Temu, AliExpress und Shein ein immer größeres Problem. Vor allem Plagiate sind auf den Billigplattformen weit verbreitet. Im Rahmen einer Untersuchung testete die Information Technology and Innovation Foundation (ITIF) in den USA insgesamt 51 verdächtige Produkte und stellte fest, dass 24 davon – darunter vor allem Luxusgüter, Kosmetik und Haushaltswaren – mutmaßliche Fälschungen waren.

Besonders problematisch: Die Inspektionen durch den US-Zoll- und Grenzschutz zeigten erhebliche Schwächen, insbesondere bei Waren, die von Plattformen wie Temu und Shein stammen. Diese Lücken in der Kontrolle erleichtern den Handel mit nicht lizenzierten Produkten und stellen eine Gefahr für Verbraucher:innen und Unternehmen dar.

Marktplätze sollen stärker kontrolliert werden

Der ITIF-Bericht hebt systematische Schwachstellen bei der Durchsetzung von Gesetzen zum Schutz des geistigen Eigentums sowie der Verbraucherrechte hervor. Die Publikation fällt mit der Kommentierungsphase des Amts des US-Handelsbeauftragten (USTR) für die „Notorious Markets List 2025“ zusammen – eine Liste, die weltweit problematische Marktplätze identifiziert.

Die Organisation fordert, Temu, AliExpress und Shein offiziell als „Notorious Markets“ einzustufen, um sie so stärkeren Regulierungen und Kontrollen unterziehen zu können. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen unter anderem der Einsatz von KI-gestützten Technologien zur Erkennung gefälschter Produkte sowie die Einrichtung eines zentralen Beschwerdezentrums für importierte Fälschungen. Ziel ist es, effektive Mechanismen zu schaffen, die sowohl die Verbreitung von Fälschungen eindämmen als auch die Sicherheit der Verbraucher gewährleisten.

Fälschungen: Mehr als nur Einzelfälle

„Die Verbreitung von Fälschungen auf Temu, AliExpress und Shein ist mehr als eine Reihe von Einzelfällen. Sie spiegelt ein grundlegendes Versagen dieser Plattformen wider, der Bekämpfung von Fälschungen Priorität einzuräumen, was zu schlechten Ergebnissen für Marken und Verbraucher gleichermaßen führt“, sagte Eli Clemens, ITIF-Politikanalyst und Autor des Berichts.

„Gefälschte Produkte schaden nicht nur der Wirtschaft, sondern stellen auch potenzielle Sicherheitsrisiken für Verbraucher dar“, betont Clemens weiter. Der Bericht unterstreicht die Dringlichkeit eines umfassenden Vorgehens und fordert von den verantwortlichen Behörden eine striktere Überwachung und Regulierung dieser Plattformen.

In der EU sehen sich chinesische Anbieter mit ähnlicher Kritik konfrontiert. Die Sperrung von China-Produkten durch Zollbehörden befindet sich derzeit auf einem Rekordhoch

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 02.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 02.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Frank2
04.09.2025

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Vielleicht wäre es an der Zeit einfach mal für 3 Monate ein Importverbot von Waren die direkt an Privatpersonen geschickt werden durchzusetzen. In den drei Monaten haben alle Chinesischen Onlinehändler Zeit und Marktplätze Zeit ihre Angebote entsprechend den Bedingungen des Europäische Marktes anzupassen. Nach den drei Monaten gibt es eine weiteren 6 Monatige versuchszeitraum. Klappt es dann immer noch nicht kommt ein komplettes Verbot von direkt Importen. Alle Waren müssen dann gewerblich importiert und kontrolliert werden und können dann von einem EU Standort an den Endverbraucher geschickt werden. Damit es hier keine Standortkonzentration gibt, kann jedes Land hier ein Kontingent von X Herstellern zulassen die es für Kontrollierbar hällt. Verstößt ein Hersteller massiv gegen die Vorgaben erhält er inkl. seinen Produkten für die nächsten 10 Jahre eins sperre zzgl. einer Strafe. Wenn es mit einfachen mitteln nicht geht, vielleicht müsste man dann man die härteren Bandagen anlegen.
Andreas
02.09.2025

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Auch wird vermehrt versucht Fake-Ware bei Widerrufen gegen Original-Ware zu tauschen, Original bestellen - Fake-Ware zurückgeben. Aber wir brauchen ja immer nur mehr Verbraucherschutz....