Im Sommer hatte es unter deutschen, aber auch unter US-Händlerinnen und Händlern von Ebay größere Aufregung um Änderungen bei den Auszahlungen gegeben. Mehrere Betroffene hatten berichtet, dass sie über eine Umstellung in ihrem Konto informiert wurden: Künftig werde Ebay ihnen ihre Gelder nach einem Verkauf erst drei Tage nach der Zustellung der entsprechenden Sendung ausbezahlen.
Gerade für kleinere Unternehmen dürfte die Anpassung teils mit gesteigertem finanziellen Druck einhergehen, da der Cashflow belastet wird.
Ebay verwies bisher auf Einzelfälle
Strittig war damals vor allem auch die Frage, ob es sich dabei nur um Einzelfälle oder eine generell neue Richtlinie von Ebay handelt. Im Forum wurde beispielsweise berichtet, dass Mitarbeitende aus dem Support-Team von Ebay telefonisch bestätigt hätten, dass es sich um eine neue, marktplatzweite Vorgehensweise handelt. Ebay selbst dementierte die Gerüchte später und verwies gegenüber OHN lediglich auf einzelne Fälle. Der Schritt sei dabei als Vorsichtsmaßnahme zu betrachten, weil es in den betroffenen Händlerkonten zu Änderungen oder ungewöhnlichen Verkaufsmustern gekommen sei.
Nun scheint das Thema erneut hochzukochen. Wie das Branchenportal EcommerceBytes kürzlich schrieb, seien im Laufe des Jahres international weitere Händlerinnen und Händler über die Umstellung ihrer Auszahlungen informiert worden. Und wieder schwelt die Frage, ob es nicht doch eine generelle Umstellung auf dem Marktplatz gibt.
Ebay-Kundendienst spricht erneut von neuer Richtlinie
Auch aktuell fehle es noch an einer offiziellen Bestätigung durch Ebay, dass die Umstellung für alle Seller des Marktplatzes gilt. Werden Betroffene angeschrieben und über den Schritt informiert, bezieht sich das Unternehmen dem Bericht zufolge weiterhin stets nur auf das einzelne Konto des angeschriebenen Sellers.
Allerdings habe ein US-Händler berichtet, dass ihm vonseiten des Ebay-Kundendienstes ebenfalls erklärt wurde, dass es sich um eine Umstellung auf der gesamten Online-Plattform handelt. „Als ich den Kundendienst anrief, wurde mir gesagt, dass dies eine neue Richtlinie sei, die am 22. September 2025 in Kraft getreten sei und für alle Verkäufer gelten werde“, wird er von EcommerceBytes zitiert.
Im Diskussionsbereich wurde aus den Reihen der Händler aber auch darauf verwiesen, dass es bei solchen Angelegenheiten durch den Kundendienst zum Teil keine „genauen und konsistenten Informationen“ gebe. Glaubt man den offiziellen Angaben, muss also weiterhin von Einzelfällen ausgegangen werden.
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