Ebay erwartet höheres GMV und Umsatz im ersten Quartal 2026

Veröffentlicht: 19.02.2026
imgAktualisierung: 19.02.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.02.2026
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ca. 2 Min.
Ebay auf einem Smartphone
MingPhoto / Depositphotos.com
Ebay kann sowohl Umsatz als auch GMV deutlich steigern. Nun will das Unternehmen seine Händler mit weiteren Maßnahmen stärken.


Im vierten Quartal 2025 meldete Ebay einen Umsatz von ca. drei Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 2,65 Milliarden Euro) und ein Gross Merchandise Volume von 21,2 Milliarden US-Dollar (etwa 18,76 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg demnach um fünfzehn Prozent, der GMV um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Händlerinnen und Händler besonders relevant: Ebay verzeichnete nach eigenen Angaben eine höhere Kundennachfrage. Um seine Verkäuferinnen und Verkäufer in Zukunft zu unterstützen, will das Unternehmen in KI-gestützte Verkaufstools investieren und Authentifizierungsangebote erweitern.

Für das Gesamtjahr 2025 weist Ebay 11,1 Milliarden US-Dollar Umsatz (rund 9,82 Milliarden Euro) und 79,6 Milliarden US-Dollar GMV (etwa 70,53 Milliarden Euro) aus. Beides mit deutlichem Plus gegenüber 2024. 

Wichtig für Seller: Werbung, KI und Authentizität

Die Werbeerlöse im Q4 beliefen sich auf 544 Millionen US-Dollar (circa 481 Millionen Euro), davon 517 Millionen US-Dollar (etwa 457 Millionen Euro) aus First-Party-Ads, die um neunzehn Prozent zugelegt hätten. Das zeigt: Promoted Listings und Performance-Werbung bleiben Wachstumstreiber, die Reichweite und Sichtbarkeit für Händler erhöhen können.

Ausblick und strategische Schritte im E-Commerce

Für das erste Quartal 2026 erwartet Ebay 3,00 bis 3,05 Milliarden US-Dollar Umsatz (etwa 2,65 bis 2,70 Milliarden Euro) und 21,5 bis 21,9 Milliarden US-Dollar GMV (rund 19,02 bis 18,86 Milliarden Euro; je nach Bandende). Der Vorstand habe zudem die Dividende auf 0,31 US-Dollar je Aktie erhöht und ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm von 2,0 Milliarden US-Dollar genehmigt. Darüber hinaus plane Ebay die Übernahme des C2C-Fashion-Marktplatzes Depop für rund 1,2 Milliarden US-Dollar, was die Position im Recommerce und in der Zielgruppe jüngerer Käufer weiter stärken dürfte.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Q4 2025 Umsatz: 3,0 Mrd. US-Dollar (+15 %) ≈ 2,65 Mrd. Euro
  • Q4 2025 GMV: 21,2 Mrd. US-Dollar (+10 %) ≈ 18,76 Mrd. Euro
  • Q4 2025 Werbung gesamt: 544 Mio. US-Dollar ≈ 481 Mio. Euro
  • Q4 2025 First-Party-Ads: 517 Mio. US-Dollar (+19 %) ≈ 457 Mio. Euro
  • Aktive Käufer: 135 Mio. (+1 %)
  • GJ 2025 Umsatz: 11,1 Mrd. US-Dollar (+8 %) ≈ 9,82 Mrd. Euro
  • GJ 2025 GMV: 79,6 Mrd. US-Dollar (+7 %) ≈ 70,53 Mrd. Euro
  • Operativer Cashflow GJ: 2,0 Mrd. US-Dollar ≈ 1,77 Mrd. Euro
  • Free Cashflow GJ: 1,5 Mrd. US-Dollar ≈ 1,33 Mrd. Euro

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 19.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 19.02.2026
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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ralf
20.02.2026

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Eben, das Wachstum kommt aus den Werbelerlösen. Die Umsätze der Händler sinken aber weiterhin und man muss kostenpflichtig Ads bei ebay schalten um den Umsatz zu steigern bzw. halten und der Verkauf bei ebay wird immer teurer. Und wenn die Umsatzsteigerungen nur aus den Ads kommen und nicht durch die Kaufkraft der Käufer, sieht die Zukunft nicht rosig aus. Die Werbeeinnahmen resultieren daraus, dass Händler ihre sinkende Umsätze versuchen mit Ads stabil zu halten. Bei einer Plattform auf denen die Umsätze steigen, brauche ich keine oder weniger Ads um einen Umsatz zu halten oder zusteigern. Und hier sieht man halt den Unterschied zwischen Ebay und Amazon. Spannend die nächsten 2 bis 3 Jahre die Entwicklung zu beobachten.