Ebay erhöht Gebühren: Diese Kosten fallen für Händler künftig an

Veröffentlicht: 15.01.2026
imgAktualisierung: 15.01.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
15.01.2026
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ca. 3 Min.
Logo des Online-Marktplatzes Ebay auf einem Smartphone
rootstocks / Depositphotos.com
Ab Mitte Februar ändert Ebay die Gebührenstruktur seines Marktplatzes. Händler müssen höhere Verkaufsprovisionen tragen.


Ab dem 12. Februar 2026 tritt bei Ebay eine neue Gebührenstruktur in Kraft. Händler, die auf dem Marktplatz aktiv sind, müssen sich auf steigende Verkaufsprovisionen und weitere Kosten einstellen. Besonders betroffen sind Bestellungen mit einem Warenwert von mehr als zehn Euro sowie bestimmte Produktkategorien. Dies hat der Marktplatzbetreiber in seinen aktuellen Seller News bekannt gegeben.

Anpassung der Verkaufsprovisionen

Verkaufsprovision für Verkäufe über 10 Euro

Die Verkaufsprovision für Bestellungen bis zehn Euro bleibt unverändert bei 35 Cent. Für Bestellungen mit einem Warenwert über zehn Euro steigt die Gebühr jedoch von bisher 35 Cent auf künftig 45 Cent.

Variable Verkaufsprovision

Zusätzlich wird auch die variable Verkaufsprovision, die für den Anteil des Verkaufspreises über kategoriebasierte Grenzwerte hinaus berechnet wird, von 2 auf 3 Prozent erhöht.

Weitere Änderungen in unterschiedlichen Kategorien

Ebay plant außerdem, die variablen Verkaufsprovisionen in ausgewählten Kategorien zu ändern und diese dabei an die Provision anderer Produktgruppen anzupassen: Für Kategorien wie beispielsweise Filme & Serien, Musik, Tickets, PC- & Videospiele, Baby, Haustierbedarf oder auch Bastel- & Künstlerbedarf steigt die variable Verkaufsprovision von 11 auf 12 Prozent.

In anderen Kategorien, wie etwa Drucker, Computer, Tablet & Netzwerk, Konsolen, Speicherkarten, Foto & Camcorder oder auch TV, Video & Audio und Haushaltsgeräte wird der Grenzwert für die variable Verkaufsprovision von bisher 400 Euro auf 500 Euro angehoben.

Eine genaue Auflistung der betroffenen Produktkategorien und Details zu den veränderten Provisionen hat Ebay auf einer eigenen Seite rund um die Gebührenänderungen zusammengefasst.

Ebay begründet die neue Gebührenstruktur mit notwendigen Investitionen in den eigenen Marktplatz, von denen auch Händler und Unternehmer profitieren und die langfristig den Erfolg der Verkäufer sichern sollen. Solche Änderungen seien Teil eines regelmäßigen Prozesses, bei dem die Gebührenstruktur überarbeitet werde.

Händler, die auf Ebay aktiv sind, sollten sich frühzeitig mit den bevorstehenden Änderungen auseinandersetzen und prüfen, wie sich die neuen Gebühren auf ihre Kostenstruktur auswirken könnten. Eine rechtzeitige Planung kann dabei helfen, mögliche Auswirkungen auf den Gewinn zu minimieren.

Neuer Versandservice und individuelle Anzeigen-Landingpages

Neben den neuen Gebühren rückt Ebay in den aktuellen Seller News auch weitere Themen in den Blick: unter anderem den neuen Versandservice SpeedPak, der Händlern dabei helfen soll, die Logistikprozesse beim internationalen Versand in Märkte wie die USA, Großbritannien oder Australien zu optimieren.

Überdies verweist der Marktplatzbetreiber auf individuelle Anzeigen-Landingpages, mit denen Händler ihre Top-Angebote hervorheben und potenzielle Kunden auf spezifische Seiten ihres Ebay-Shops weiterleiten können. Ziel ist es, die Markenwahrnehmung zu stärken und die Reichweite von Shops zu steigern.

„Auf Anzeigen-Landingpages können Sie bis zu 1.000 Angebote auswählen. Aus diesen können Sie wiederum bis zu zehn Produkte festlegen, die dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei passenden Keywords bzw. Relevanz für Käufer*innen in Ihren Anzeigen erscheinen“, erklärt das Unternehmen.

Für eine bessere Übersicht hat Ebay alle Neuerungen für Händler inklusive Verlinkungen zu weiterführenden Infoseiten auf der Seite zu den Seller News Januar 2026 zusammengefasst.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 15.01.2026
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Lesezeit: ca. 3 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
9 Kommentare
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oejendorfer
16.01.2026

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da die Gebühren/Provision bei ebay schon relativ hoch sind, tut mir mit dieser Preiserhöhung der Endkunde wieder mal Leid. Er muss alles bezahlen. Ich glaube, die hauseigenen shops werden aufblühen, da sie ja wesentlich günstiger die Artikel anbieten können als Marktplätze.
Holger
16.01.2026

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Es ist wie immer, man (ebay) bekommt den Hals nicht voll genug. Wie überall im Leben (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung) bedarf es einer grundlegenden Reform, auch bei ebay. Ich wäre sogar bereit, etwas höhere prozentuale Verkaufsprovisionen hinzunehmen, wenn sich diese auf den realen reinen Netto-Verkaufspreis beziehen würden. Provisionen auf Porto/Verpackung und vor allen Dingen Umsatzsteuer sind ein No-Go. Gerade ebay heizt die Kunden auf seinen Roadshows förmlich dazu an, unbedingt international zu verkaufen. Das führt bei vergleichsweise schweren aber preiswerten Produkten dazu, dass der Gewinn unterm Strich gegen NULL oder sogar ins Negative geht. Die Hauptprovision entsteht dann alleine schon durch die Versandkosten. Spricht man dies auf einer Roadshow an, erntet man verständnislose Blicke. Ich bin mir dann nicht wirklich sicher, ob das geschauspielert ist, oder aufgrund der Migrationshintergründe einiger Referenten, die den Vortrag mit sehr starkem Akzent halten, nicht auch ein sprachliches Problem ist.
D.
16.01.2026

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Zum Glück konnte ich es mir schon vor vielen Jahren leisten, ebay den Rücken zu kehren und komplett auf den eigenen Shop zu setzen. Das schluckt Umsatz und Wachstum, erspart aber Stress und Kosten. Deshalb freue ich mich über die Erhöhung! Je unattraktiver ebay für Verkäufer wird, desto mehr werden Käufer nach Alternativen suchen müssen. Schade, dass die Schein-Privatverkäufer davon wohl nicht betroffen sind.
ralf
16.01.2026

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Bis 10 Euro war die Provision eh schon höher als bei Amazon. Ebay ist damit teurer als Amazon, dann in Zukunft auch bei über 10 Euro. Aber die Umsätze sinken da doch eh weiter. 40 % ist bei uns der Umsatz in 2025 bei Ebay eingebrochen, während der Umsatz bei Amazon weiter steigt. Zudem geben wir bei Amazon keinen Cent für Werbung aus, während wir bei Ebay immer mehr ausgeben müssen, um da was zu verkaufen. Ehrlich sehe ich auf Ebay keine rosige Zukunft.
Heinz
16.01.2026

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Kostendruck okay. Was ich unmöglich finde: Gewerbliche Händler finanzieren die privaten Verkäufer zu 100%
Frohnbachtaler Edelbrände
16.01.2026

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ohne Kommentar, aber mit erhöhtem Blutdruck!
S.Hochmuth
16.01.2026

Antworten

Hat schon jemand Erfahrung mit Temu gemacht? Die Gebühren sind dagegen verschwindend gering. 🤔
MK
19.01.2026
Hallo, wir haben die ersten Erfahrungen gemacht. Es gibt keine Gebühren und Kosten für Werbung ABER damit man hier erfolgreich verkauft, muss man seine Produkte fast zu EK verkaufen. Dann wollen die noch Aktionen durchführen und verlangen ein Rabat von 15%. Fazit - Restbestand kann man gut absetzen - sonst alles deaktiviert.
Alexander
16.01.2026

Antworten

Ganz ehrlich, ebay ist inzwischen von den Gebühren wenn man alles sauber rechnet mindestens genauso teuer wie Amazon im Niedrigpreisbereich sogar teurer. Alleine der Blödsinn mit den Standard Werbeanzeigen macht Ebay absolut uninteressant.