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Ebay ändert Gebühren: Was teurer wird – und was günstiger

Veröffentlicht: 05.06.2026
imgAktualisierung: 05.06.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
05.06.2026
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ca. 2 Min.
Ebay im Browser
ibphoto / Depositphotos.com
Ebay ändert die Verkaufsprovisionen für gewerbliche Händler – in vielen Kategorien steigen die Sätze, aber es wird auch günstiger.


Ebay überarbeitet seine Gebührenstruktur für gewerbliche Verkäufer. Die größte Umstellung: Ab dem 1. Juli 2026 entfällt in einer Reihe von Kategorien die bisherige Staffelung der Verkaufsprovision. Stattdessen gilt je Kategorie ein einheitlicher prozentualer Satz – der in den meisten Fällen höher liegt als die bisherige Einstiegsstufe.

Gebührenerhöhungen in vielen Kategorien

Bislang galten gestaffelte Provisionen: ein höherer Prozentsatz für den Verkaufspreisanteil bis zu einem bestimmten Schwellenwert, ein niedrigerer darüber. Diese Staffelung entfällt künftig. Die variable Verkaufsprovision wird auf einen einheitlichen prozentualen Gebührensatz pro Kategorie erhöht. In den folgenden Kategorien ändert sich die Gebühr:

Kategorie

Variable Verkaufsprovision ab dem 1. Juli 2026

Geräte (Computer, Tablets & Netzwerk; Drucker; Ersatzteile & Werkzeuge; Foto & Camcorder; Speicherkarten; Objektive; Handys & Kommunikation; Speicherkarten; Haushaltsgeräte; Konsolen; Scanner; Speicherkarten PC/Videospiele; TV, Video & Audio; Elektr. Geräte Enthaarung & Rasur; Elektr. Mund- & Zahnpflege; Elektr. Haarstyling-Geräte)7 Prozent
Zubehör (Drucker, Scanner & Zubehör; Ersatzteile & Werkzeuge TV/Audio; Handy-Zubehör; Haushaltsbatterien & Strom; Kabel & Steckverbinder; Kameras, Drohnen & Fotozubehör; Notebook- & Desktop-Zubehör; Objektive & Filter; Stative & Zubehör; Tablet- & eBook-Zubehör; Tastaturen, Mäuse & Pointing; TV- & Heim-Audio-Zubehör; Zubehör PC & Videospiele; Zubehör tragbare Audiogeräte)12 Prozent
Business & Industrie14 Prozent
Büro & Schreibwaren14 Prozent
Garten & Terrasse13 Prozent
Heimwerker13 Prozent
Sport14 Prozent
Musikinstrumente11 Prozent
Reisen14 Prozent
Verschiedenes14 Prozent
Baby14 Prozent
Bastel- & Künstlerbedarf14 Prozent
Feinschmecker14 Prozent
Haustierbedarf14 Prozent
Möbel & Wohnen14 Prozent

 

Günstigere Provisionen für Re-Commerce-Artikel

Parallel dazu senkt Ebay die Verkaufsprovision für Angebote mit bestimmten Artikelzuständen in denselben Kategorien auf einheitlich 5 Prozent. Dies gilt für Artikel mit den Zuständen:

  • „Neu: Sonstige“
  • „Zertifiziert/Hervorragend/Sehr gut/Gut – Refurbished“
  • „Vom Verkäufer generalüberholt“
  • „Gebraucht“
  • „Gebraucht – Hervorragend/Gut/Akzeptabel“

Laut Ebay entspreche die Änderung einer Ersparnis von bis zu 60 Prozent.

Mit den Gebührenänderungen schaffe Ebay „gezielt dort Anreize, wo wir langfristig das größte Potenzial für Verkäufer:innen und Käufer:innen sehen. Für einen Teil der gewerblichen Händler:innen werden die Änderungen spürbar sein. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass diese Fokussierung die richtige Grundlage ist, um langfristig in Wachstum, Innovation und neue Einkaufserlebnisse zu investieren“, argumentiert Ebay-Deutschland-Chefin Saskia Meier-Andrae.

Aufschlag bei schlechtem Servicestandard

Eine entscheidende weitere Änderung gibt es neben den Preisanpassungen, die manche Händler:innen empfindlich treffen könnte: Verkäufer:innen mit dem Servicestatus „Unterdurchschnittlich“ oder einem sehr hohen Anteil an Rückgabeanfragen wegen nicht wie beschriebener Artikel zahlen weiterhin eine abweichende, erhöhte Provision.

Neu ist: Besteht dieser Status über vier aufeinanderfolgende Monate, erhöht sich die abweichende Provision um einen weiteren Prozentpunkt. Wer das nicht riskieren will, muss an seinem Service-Status arbeiten.

Handlungsbedarf seitens der Händler besteht laut Ebay nicht. Empfohlen wird jedoch, Preise, Margen und den eigenen Servicestandard vor dem 1. Juli zu prüfen, um die Auswirkungen der Änderungen abschätzen zu können. Die aktualisierten Gebühreninformationen sollen rechtzeitig auf der Ebay-Hilfeseite veröffentlicht werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 05.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 05.06.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
5 Kommentare
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H.B.
10.06.2026

Antworten

Das die sich nochmal wagen, die Gebühren anzuheben, ist mir ein Rätsel. Ich frage mich, für was. Eine Plattform, die kaum noch Verkäufe verspricht, Käufer, die ständig neue Ausreden erfinden um an ein kostenloses Rücksendeetikett zu kommen, mittlerweile werden die wenigen Verkäufe zu 99 % über Anzeigen abgerechnet und da wollen die noch mehr abkassieren um ihre Gewinne nicht zu schmälern, alles auf Kosten der Verkäufer? Ich verkaufe seit einem Jahr nur noch ab, bis mein Lager endgültig leer ist und bin längst in meinem alten Beruf in der Baubranche selbstständig tätig. Über 20 Jahre war ich Ebay treu, die Veränderungen, welche ich in dieser Zeit dort erlebt habe, sind eigentlich nur noch traurig
Eric Auerbach
08.06.2026

Antworten

""... Verkäufer:innen mit dem Servicestatus „Unterdurchschnittlich“ oder einem sehr hohen Anteil an Rückgabeanfragen wegen nicht wie beschriebener Artikel zahlen weiterhin eine abweichende, erhöhte Provision. "" Das ist in meinen Augen eine riesen Geldmacherei und ein ständiges Ärgernis. Eine "sehr hohe Quote" sind für ebay knapp über0,5% aller Bestellungen, die mit dem Grund "entspricht nicht der Beschreibung" zurück gegeben werden. Problem - in 99% der Fälle entsprechen, diese Artikel der Beschreibung. Der Kunde hat diese nur nicht gelesen, sich nicht mit dem Artikel beschäftigt, ist von ebay selbst über google Werbung und irreführende Keywords dort hingeleitet worden. Kunde googelt nach einem Kühlergrill, findet meine Stylingartikel, Zierleisten "FÜR" Kühlergrill. Dass ein Grill bei Audi 4-600 € kostet, egal, das im Text und auf den Fotos genau zu erkennen ist was angeboten wird, egal - Artikel für 25 € gefunden, kaufen, hinterher drüber meckern. So sind die Kunden. Und 0,5% ist wirklich ein Witz = fast unvermeidbar. Ebay verschließt sich der Realität und macht auch noch ein Nebengeschäft daraus. Das sie zukünftig scheinbar nicht mehr mit Sperrung nach 3 aufeinander folgenden Monaten drohen, sondern lieber noch mehr Geld von einem nehmen, bestätigt das für mich nur nochmal. Der ebay Kundenservice kann so etwas sogar durch Einsicht in einen normalen Widerruf umwandeln, nur der Grund, entspricht nicht der Beschreibung, der bleibt stehen, wird gezählt. Ungerechter geht es eigentlich kaum noch. Und ich soll dafür extra zahlen. 4% extra. Gut ein Drittel mehr als die Gebühren ohne dieses Problem. Das wird echt langsam zur Existenzbedrohung und leider stehen jeden Tag wieder 2 neue auf, die nicht lesen möchten was die kaufen.
F.P.
08.06.2026

Antworten

Wir stellen alle Artikell nur noch mit NEU Sonstige ein und Schreiben in den Kommentar Neuware vom Fachhandel. Ebay versucht mittlerweile die Unkosten die durch Private Verkäufer entstehen, vollumfänglich auf die Händler abzuwälzen. Ein Geschäftsmodell das Ebay in den nächsten Jahren den Kopf kosten wird.
Michael
08.06.2026
Der Gedanke kam mir auch sofort, das wird ebay daher mittelfristig abstrafen oder anders zu beheben wissen. Ja nach Artikel wäre sinnvoll "Neu und Funktion geprüft" o.ä. zu schreiben. Somit ist die OVP geöffnet, aber nicht als Nachteil zu sehen. Als Gebrauchtwarenhändler und Computerhändler kann ich der Gebührensenkung nur zustimmen. Das alles funktioniert aber nur, wenn Zeudo-Privathändler gesperrt werden. Der Gedanke war ja, das Gelegenheits-Privatverkäufer eher was kaufen, als etwas zu verkaufen. Nicht den Gewerblichen in Umfang Konkurenz zu machen.
AS
06.06.2026

Antworten

Kann man dann nicht einfach neue Artikel als "Neu: sonstige" einstellen? Neu ist für mich per Definition neu.