Der Marktplatzanbieter Ebay bietet Händler:innen, welche Premium-Anzeigen nutzen, bereits ab dem 26. Februar die Möglichkeit, diese mit dem Zugang zur obersten Anzeigenposition noch sichtbarer zu machen. Wer dagegen jedoch nur Basis-Anzeigen nutzt, muss sich auf eine veränderte Berechnungsgrundlage einstellen. Denn wenn ein bestimmter Artikel beworben wird, dann werden ihm künftig eingehende Verkäufe direkt zugeordnet – unabhängig davon, ob der oder die Käufer:in denn eigentlich auf die Anzeige geklickt hatte oder nicht.
Abrechnung nur bei Verkauf
Das Ziel von Anzeigen ist es, Kund:innen zum Kauf zu bewegen. Mit seiner neuen Zuordnung legt Ebay diese Vorstellung nun etwas weiter aus. Denn Anzeigen mit Basis-Strategie werden hier jetzt auch dann berechnet, wenn der oder die eigentliche Käufer:in nie auf die betreffende Anzeige geklickt hat. Maßgeblich ist stattdessen, dass die Anzeige im Zeitraum von 30 Tagen „mindestens einmal“ geklickt wurde.
Ganz konkret heißt dies Ebay künftig: „Ausschlaggebend ist, dass der Artikel sowohl zum Zeitpunkt des Klicks als auch des Verkaufs beworben ist und dessen Anzeige innerhalb der letzten 30 Tage mindestens einmal angeklickt wurde.“
Von der Änderung verspricht sich Ebay eine einfachere Berichterstattung und bessere Kontrolle über die Ausgaben.
Steigende Werbeausgaben könnten drohen
Die neue Zuordnungslogik betrifft ausschließlich Angebote, welche auf dem Marktplatz ebay.de eingestellt werden. Die Neuerung soll am 26. Februar 2025 in Kraft treten. Berechnet werden allerdings auch Klicks, welche bis zu 30 Tage vor Inkrafttreten stattfanden.
Das bedeutet, wenn ein Produkt derzeit beworben wird und beispielsweise morgen eine Person auf diese Anzeige klickt, dann wird dieser Klick eventuell nach dem 23. Februar noch berechnet. Denn wird der Artikel am 23. Februar verkauft, fällt der Klick von morgen (24. Januar) exakt in die besagten 30 Tage. Dieser Klick, der in keinerlei Zusammenhang mit dem Kauf steht, würde dem oder der Händler:in hier also nachträglich berechnet werden.
In einem FAQ unterhalb der Ankündigung räumt Ebay ein, dass es hierbei zu steigenden Werbeausgaben kommen kann und empfiehlt daher die regelmäßige Analyse der genutzten Werbestrategie.
Premium-Anzeigen erhalten mehr Sichtbarkeit
Eine Möglichkeit zur Änderung der Strategie liefert der Konzern direkt mit und stockt beim Angebot der Premium-Anzeigen auf. Diese können ebenfalls ab dem 26. Februar von der erhöhten Sichtbarkeit der obersten Anzeigenposition innerhalb der Suchergebnisse profitieren. Bereits laufende Kampagnen werden ab dem Stichtag automatisch mit in der Position aufgenommen.
Ebay Anzeigenmodell: Händler genervt
Die Neuerung kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem das Thema Anzeigen unter der Händlerschaft auf Ebay nicht gerade auf positive Stimmung trifft. So zeigen sich Händler:innen in einschlägigen Online-Foren genervt von der Flut an Anzeigen, welche oft das eigene Angebot überlagern.
Ein frustrierter OHN-Leser kommentierte unter dem Bericht dazu: „Man hat als Verkäufer das Gefühl, dass der eigene, bereits beworbene Artikel bloß wieder von anderer bezahlter Werbung verdrängt werden soll.“
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
Ricarda Eichler
Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.
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wir haben nachgehakt. Das oben stehende war die Antwort.
Gruß, die Redaktion
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