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China-Shopping boomt – doch Deutschland liegt bei Temu, Shein & Co. weit hinten

Veröffentlicht: 26.08.2026
imgAktualisierung: 26.08.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.08.2026
img 26.08.2026
ca. 2 Min.
China-Shop-Apps auf Smartphone
dimarik / Depositphotos.com
Mehr als die Hälfte der Europäer kauft bei China-Plattformen ein. In Deutschland sind es aber bedeutend weniger als anderswo.


Im Euro-Raum sind chinesische Plattformen längst etabliert. Eine große Verbraucherbefragung der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt, wie verbreitet der Kauf bei Temu, Shein oder Aliexpress in unseren Breitengraden mittlerweile ist. 52 Prozent der Verbraucher:innen im Euro-Raum haben schon mindestens einmal bei einem chinesischen Anbieter eingekauft.

Anlass für die Befragung im Frühjahr 2026 war die Verdopplung von Sendungen mit geringem Warenwert aus China zwischen 2023 und 2024. Das führte letztlich auch dazu, dass sich die europäische Politik mit dem Thema auseinandersetzte und vor Kurzem eine Pauschalgebühr für Sendungen aus China einführte – die auch bereits erste Wirkung zeigt.

Schlusslicht Deutschland

Von Land zu Land fällt die Nutzung von Temu, Shein und Co. sehr unterschiedlich aus. Während in Griechenland (79 Prozent), Portugal (77 Prozent) und Spanien (69 Prozent) bereits weit über zwei Drittel der Menschen die Billigplattformen nutzen, ist es in Frankreich (43 Prozent) und Deutschland (40 Prozent) weniger als jeder Zweite. Laut EZB seien „auffällige länderübergreifende Unterschiede“ bei Konsumgewohnheiten, Plattformbekanntheit, Lieferinfrastruktur, Vertrauen und lokalen Handelsalternativen erkennbar.

Zentrale Gründe für die Beliebtheit chinesischer Plattformen sind die niedrigen Preise und die Produktvielfalt, so die EZB. Genau diese Kombination sei der wesentliche Wettbewerbsvorteil der Plattformen. Die derzeitigen geopolitischen Spannungen sind für die meisten Verbraucher:innen offenbar kein Hindernis. Diese sorgen laut EZB kaum für abnehmendes Interesse. Wichtigster Grund für eine mögliche Nichtnutzung wäre ein zu hoher Preis.

Wachstum bricht ein

Und genau hier hat die EU mit ihrem Pauschalzoll wohl wirksam angesetzt: Die Zahl günstiger Pakete aus China, die in die EU importiert werden, wächst mittlerweile deutlich langsamer. 2025 stieg das Volumen nur noch um 26 Prozent. Am Flughafen Lüttich, einem der wichtigsten Drehkreuze für chinesische E-Commerce-Sendungen aus China, sei aktuell sogar ein Rückgang erkennbar.

Dort sank die Zahl der zollpflichtigen E-Commerce-Sendungen im Juli um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, gegenüber dem Juni sogar um 41 Prozent. Der Flughafenbetreiber führt das auf die seit dem 1. Juli geltende Gebühr zurück, berichtet Ecommercenews.eu. Interessant: Während B2C-Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro zurückgehen, legten Sendungen mit einem Wert von über 150 Euro um zehn Prozent zu.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 26.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 26.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Jay
27.08.2026

Antworten

Glaube nicht, dass das stimmt. So kaufen die Deutschen halt über Amazon oder Händler die es importieren.
cf
27.08.2026

Antworten

Meinung: Die Aussage "Schlusslicht Deutschland" ist aus meiner Sicht komplett falsch formuliert. Hier müsste doch stehen "Größter Rückgang von Drittland-Bestellungen in Deutschland", denn das ist ja für den lokalen Handel gut - oder habt ihr jetzt die Seiten gewechselt? Und nur weil die Anzahl der Kleinstsendungen zurückgeht bedeutet das nicht, dass nicht die Anzahl der Container-Lieferungen konstant oder auch rückläufig ist. Wenn statt vieler kleiner Sendungen jetzt zusätzlich hunderte Containerladungen in Zentrallager kommen, dann hat der Zoll bald ein paar Arbeitslose mehr aber sonst ändert sich nix...