Geht die Billigstrategie von Temu auf? „Nur indem Temu seine Verkäufer ermutigt, die Rechte am geistigen Eigentum anderer zu verletzen und gefälschte oder minderwertige Waren zu verkaufen, kann es hoffen, die massiven Verluste, die es anhäuft, zu minimieren“, kritisierte Shein kürzlich in einer Urheberrechtsklage gegen Temu.
Der Erfolg scheint dem Marktplatz allerdings recht zu geben, wenn man jüngsten Zahlen glauben darf: Der Mutterkonzern der Shopping-Plattform – die PDD Holding mit Sitz in Shanghai, zu der auch Pinduoduo gehört – meldet einen Nettoquartalsgewinn von 32 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa vier Milliarden Euro), so u. a. der Spiegel. Dies bedeute eine Gewinnsteigerung von unglaublichen 144 Prozent. Der Umsatz sei um 86 Prozent auf knapp 100 Milliarden Yuan gestiegen. Der PDD-Aktienkurs fiel in der Folge laut IT Times trotzdem, weil Analysten sogar mit besseren Zahlen gerechnet hatten. Unklar ist, welchen Anteil Temu selbst am Ergebnis hat, grundsätzlich scheint die Strategie des Konzerns aber vorerst aufzugehen.
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