Amazon, Ebay und Co. verlieren stetig Nutzer

Veröffentlicht: 14.07.2025
imgAktualisierung: 14.07.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 1 Min.
14.07.2025
img 14.07.2025
ca. 1 Min.
Zum-Warenkorb-Hinzufügen-Button auf Smartphone
rokas91 / Depositphotos.com
Die chinesischen Billigplattformen graben den etablierten Online-Händlern immer mehr das Wasser ab. Branchengrößen verlieren kontinuierlich.


In den letzten Jahren hat sich der deutsche E-Commerce-Markt deutlich verändert. Mit dem Markteintritt der chinesischen Billigplattformen Temu und Shein haben die hiesigen Platzhirsche deutlich mehr Konkurrenz bekommen. Aktuelle Zahlen von Statista machen deutlich, wie sehr die China-Marktplätze den etablierten Playern den Rang ablaufen.

Marktanteile verschieben sich

Laut einer aktuellen Analyse thront Amazon zwar immer noch an der Spitze – 77 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, in den letzten 12 Monaten beim Marktplatz eingekauft zu haben. Dennoch musste auch Amazon seit 2023 einen kontinuierlichen Rückgang der Marktanteile hinnehmen. Ähnlich sieht es bei Ebay und Otto aus. Beide Plattformen verloren in den letzten zwei Jahren Nutzer.

Die Entwicklung der chinesischen Konkurrenzseiten sieht da schon ganz anders aus. So konnte AliExpress seinen Nutzeranteil in Deutschland von sieben Prozent im Jahr 2022 auf 14 Prozent im Jahr 2025 verdoppeln. Noch erfolgreicher ist allerdings Temu unterwegs: Der Marktplatz gab im Frühjahr 2023 sein Debüt in Deutschland und konnte seinen Marktanteil 2025 bereits auf 27 Prozent steigern.

© Statista

Aggressiver Preiskampf schlägt kurze Lieferzeiten

Der Erfolg chinesischer Anbieter im deutschen Online-Handel beruht vor allem auf niedrigen Preisen, einer großen Produktvielfalt und wirkungsvollem Social-Media-Marketing. Deutsche Konsumenten akzeptieren dabei zunehmend auch deutlich längere Lieferzeiten und teils geringere Qualität, wenn sie dafür deutlich sparen können.

Für etablierte Händler bedeutet das wachsende Konkurrenz und steigenden Druck, ihre Strategien anzupassen. Der Trend deutet auf eine tiefgreifende strukturelle Veränderung im Online-Handel hin – mit langfristigen Folgen für Anbieter und Konsumenten gleichermaßen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 14.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 14.07.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
11 Kommentare
Kommentar schreiben

Fränki
11.02.2026

Antworten

EBay hat kontinuierlich seine Kunden gequengelt und ausgepresst !!! Nun bekommen sie die Quittung, die Kunden hauen reihenweise ab zu Kleinanzeigen.de. Selber schuld wenn die Gier siegt.....
Osiris
21.07.2025

Antworten

Sehr oft gibt es die gleichen Produkte beim stationären Händler, Ebay und Amazon. Nur eben viel teurer. Dieses dumme Gerede über mangelnde Qualität ist reines Miesmachen der großen Plattformen. Also wieder Ebay und Amazon. Tatsächlich waren viele Produkte vor 10 jahren noch nicht so toll in der Qualität. Das hat sich aber komplett gedreht. Kleines Beispiel: Das IPhone kommt aus China. E-Autos: Die Chinesen lachen uns aus. Wer direkt kauft spart sich den Großhandel. Und man sollte sich schon auskennen mit dem Produkt. Das Zurücksenden ist nicht so toll.
Helena Ziemann
20.07.2025

Antworten

Wer hat bei diesen ständigen neuen Gesetzen, Verordnungen und Bevormundungen großartig Lust Artikel irgendwo zu verkaufen. Da sind ja dann noch nicht mal die Abmahnungen drin. Die Händler geben dann nicht auf sondern die haben alle keine Lust mehr immer weiter diesen Zwang nachzugehen was hier in Deutschland und die EU sich alles erlaubt..
Andre
16.07.2025

Antworten

Ein anderer aus meiner Sicht wichtiger Punkt ist auch wieviel % bei den Verkäufen auf Ebay oder Amazon bereits auch schon auf chinesische Händler entfallen. Gerade bei Ebay muss man in einigen Bereichen schon lange lange scrollen bis der erste deutsche Händler kommt. Aber unser Politik allen voran die EU hat nichts wichtigeres zu tun wie immer neue Richtlinien Gesetze etc auf den Weg zu bringen um die einheimischen Händler noch mehr zu beschäftigen.
Thomas
20.07.2025
Bravo Andre, dem ist nicht entgegen zusetzen und hinzu zufügen. Der Untergang der Deutschen und Europäischen Händler sind nicht die Chinesen sondern unsere Politiker und Bürokraten.
Ines Gröne
15.07.2025

Antworten

Die amazon-"KI" sperrt im großen Stil Artikelangebote der Händler, weil sie offenbar von Menschen nicht klug genug gefüttert worden ist. Diese KI kommt zu solchen bizarren Ergebnissen, dass ich mich längst abgewendet habe und jeden Tag nur noch schaue, ob es mehr oder weniger geworden ist. In diesem Zustand ist eine Planungssicherheit längst nicht mehr gewährleistet. So kann sich amazon auch selbst abschaffen, weil viele Händler inzwischen auch auf andere Plattformen ausweichen. Dass TEMU sich hier so sehr etabliert sehe ich trotzdem sehr sehr kritisch.
Sjaak
15.07.2025

Antworten

Wer den Chart mit Amazon, Ebay, Otto, Aliexpress und Temu erstellt hat, scheint Orange sehr zu mögen. Unterschiedliche Farben würden die Lesbarkeit deutlich verbessern.
S. Hochmuth
15.07.2025

Antworten

Schwierig, man muss auch beachten, dass die neu zu gezogenen ein anderes Mindset und Qualitätsbewusstsein mitbringen. Viele Bürger können sich auch gerade mal die Miete leisten, so dass der Trend ebenfalls gefördert wird. Würde man die Importe von Produktpiraterie, Scheinprivate und Urheberrechtsverletzungen ordentlich verfolgen, gäbe es ebenfalls einen starken Rückgang der Importe. Im Großen und Ganzen sehe ich in diesem Trend nur eine Verdeutlichung des Zerfalls in dem sich Deutschland aktuell befindet. So ein Thema zu behandeln ohne politische und demografische Veränderungen einzubeziehen, fühlt sich halbfertig an. Man sieht zwar den aktuellen Trend, den Grund erfährt man nicht wirklich.
BlueToretto
15.07.2025
@S. Hochmuth Sehr gut auf den Punkt gebracht. 👍😊
Herr Vorragend
24.07.2025
Schönes Beispiel vom Framing, fühlt sich sicher gut an immer die gleichen Sündenböcke für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.
johfrit@yahoo.de
14.07.2025

Antworten

obwohl wir selbst auf Amazon und eBay (noch) verkaufen, haben die sich die Plattformen das verdient. Wer seine Händler so abartig behandelt - mit der Buy-Box Kunden zu scheinbar besten Angeboten leitet - soll untergehen!