Die Corona-Pandemie erwies sich als enormer Umsatztreiber für den deutschen E-Commerce. Nach Wachstumsraten von um die 14 Prozent in den Jahren 2020 und 2021 flaute die Entwicklung 2022 ab. Seitdem hat das Wachstum nicht nachgelassen, ist aber geringer geworden. „Der Online-Handel war viele Jahre der Umsatzturbo für den Einzelhandel in Deutschland. Die hohen Wachstumsraten während der Corona-Jahre aber machen es der Branche schwer, die Messlatte immer weiter nach oben zu legen. Wir erleben deshalb auch in diesem Jahr eine weitere Normalisierung bei den Online-Umsätzen“, sagt Stephan Tromp, Hauptgeschäftsführer des HDE im Zuge des neuen Online-Monitors.
Die Zahlen für 2023 und auch die Prognose für das laufende Jahr konnten allerdings nach oben korrigiert werden. Ein Gesamtumsatz von 85 Milliarden Euro 2023 bedeutet eine leichte Steigerung von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vorher war noch mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet worden. 2024 sei ein Wachstum von 3,4 Prozent zu erwarten. Verantwortlich für den positiven Trend sind vor allem die Marktplätze – und neue Anbieter aus China, die in Deutschland schneller Fuß fassen, als viele vermutet haben.
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