Kaufland erweitert Marktplatz um Polen und Österreich (Update)

Veröffentlicht: 08.04.2024
imgAktualisierung: 16.07.2024
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
08.04.2024
img 16.07.2024
ca. 3 Min.
Kaufland Logo an Gebäude
© buecax / Depositphoto.com
Nach Tschechien, der Slowakei und Deutschland erweitert Kaufland seinen Online-Marktplatz jetzt auch um Österreich sowie Polen.


Der zur Schwarz-Gruppe gehörende Einzelhändler Kaufland mischt seit einigen Jahren das hiesige Marktplatzgeschäft auf. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte mit der Übernahme der Real.de-Präsenz im Jahr 2021. Jetzt kündigte das Unternehmen eine weitere Expansion nach Polen sowie Österreich an. Mit letzterem betritt Kaufland erstmals auch einen Markt, in dem es nicht bereits stationär vertreten war. 

Europäische Expansion

Der polnische E-Commerce ist aktuell massiv im Aufschwung. Anbieter wie Allegro bescherten dem osteuropäischen Land zuletzt Wachstumsraten von über zehn Prozent. Von diesem Kuchen möchte jetzt auch Kaufland ein Stück ab haben. Die Marke ist dort bereits mit 245 stationären Filialen vertreten und zählt nach eigenen Angaben zu einem der führenden Lebensmitteleinzelhändler. 

Anders sieht es dagegen in Österreich aus. Hier ist die Marke Kaufland höchstens aus dem Nachbarland Deutschland bekannt. Aber ähnlich wie in Polen liegen hier dafür große Wachstumspotenziale: so gibt es bisher nur wenige dedizierte Online-Marktplätze in Österreich. Eine Lücke, welche Kaufland nun schließen möchte.

Die Marktplätze Kaufland.at sowie Kaufland.pl sollen noch im Spätsommer 2024 an den Start gehen. Wie Gerald Schönbucher, seines Zeichens Kauflands E-Commerce Chef, gegenüber der FAZ ausführte, sei es das erklärte Ziel, dass „der Kunde an uns denkt, wenn er im Internet Non-Food-Produkte kauft.“

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Ernstzunehmender Wettbewerber für Amazon?

Ähnlich wie auch auf Amazon ist die Anbindung weiterer internationaler Märkte dabei mittlerweile ganz unkompliziert möglich. So lancierte Kaufland 2022 seine All-in-one-Lösung Kaufland Global Marketplace. Händler:innen können darüber mit nur einer einzigen Registrierung sowohl national als auch international verkaufen. Der in diesem Jahr gestartete eigene Fulfillment-Dienst erweitert das Angebot und hebt den Kaufland-Marktplatz in Sachen Service auf eine Ebene mit Amazon.

Mit der Expansion nach Tschechien und in die Slowakei im Vorjahr, sowie der in diesem Jahr folgenden Ausweitung nach Österreich und Polen ist der Kaufland-Marktplatz nun immerhin in fünf europäischen Ländern vertreten. In Sachen Reichweite punktet Amazon also weiterhin. Die wachsende Unzufriedenheit vieler Seller mit dem US-amerikanischen Marktplatz könnte Kaufland aber zusätzlich in die Karten spielen.

Update vom 16.07.2024: Dann starten die neuen Marktplätze

Nach der großen Ankündigung der neuen Kaufland-Marktplätze in Österreich sowie Polen gibt es jetzt ein konkretes Datum. Bereits am 7. August soll Kaufland.pl starten, einen knappen Monat später, am 4. September, folgt Kaufland.at. Laut Unternehmensankündigung haben sich für die beiden neuen Seiten bereits mehr als 2.000 Händler:innen registriert.

Zum Start lockt Kaufland zudem mit einem umfassenden Angebot: Wer sich auf den neuen Marktplätzen registriert, erhält nicht nur die ersten drei Monate Grundgebühr geschenkt, sondern verkauft innerhalb dieser auch ohne Verkaufsprovision. Hinzu kommt ein Rabatt in Höhe von 1.200 Euro auf bestimmte Anzeigenformate.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 08.04.2024
img Letzte Aktualisierung: 16.07.2024
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Sascha Ballweg
18.04.2024

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Der Artikel ist aus Händler- aber auch aus redaktioneller Sicht leider unzureichend, denn wir sind hier beim Händlerbund und im Artikel wird an keiner Stelle auf die Pflichen zur Registrierung in die länderspezifisc hen ERP-Systeme hingewiesen (GLN in Österreich, BDO in Polen).

Genau solche Pflichten und Fallen sind aber die Themen, die einen e-commerce Händler interessieren (müssen), denn die rechtlichen Gefahren und Strafen sind nicht gerade gering.

Bitte achtet deshalb immer darauf unter welchem Anspruch ihr schreibt und für wen. Gerade wenn eine Expertin für Nachhaltigkeit schreibt, sollte man die Recycling-Syste me auf dem Schirm haben!