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Vorwurf: Hat Amazon absichtlich Produktpreise in die Höhe getrieben?

Veröffentlicht: 05.10.2023
imgAktualisierung: 09.10.2023
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 3 Min.
05.10.2023
img 09.10.2023
ca. 3 Min.
Amazon auf Smartphone
© Tada Images / Shutterstock.com
Amazon soll mithilfe eines Algorithmus die Preise nach oben getrieben haben. Außerdem brechen bei X die Werbeeinnahmen ein und Firmen wollen ihre Büroflächen verkleinern.


Guten Morgen!
Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
 Geheimer Amazon-Algorithmus für die Preistreiberei?
Werbeeinnahmen von X brechen ein
 Büroflächen schrumpfen

 

Die Federal Trade Comission (FTC) hat in den USA mal wieder Klage gegen Amazon eingereicht, es geht unter anderem um die Vormachtstellung des Online-Händlers und dass der Konzern diese gegenüber Drittanbietern ausgenutzt haben soll. Dabei sollen auch illegale Praktiken zum Einsatz gekommen sein. Wie das Wall Street Journal mit Verweis auf die Anklageschrift berichtet, soll Amazon in der Vergangenheit einen Algorithmus mit dem Codenamen „Project Nessie“ im Einsatz gehabt haben. Damit wollte der Konzern testen, inwieweit sich Preise auf der Online-Plattform erhöhen lassen und damit auch die Preise auf den Konkurrenzseiten in die Höhe treiben. „Nach der Preiserhöhung auf der eigenen Plattform beobachtete Nessie entsprechend das Konkurrenzumfeld. Zogen die anderen Händler nicht mit, senkte der Algorithmus den Betrag für das Produkt wieder auf den ursprünglichen Preis“, heißt es zum Vorgehen bei t3n.

Zwar soll Amazon den Algorithmus schon längst aus dem Verkehr gezogen und die Technik der Preistreiberei seit 2019 nicht mehr angewandt haben, Insidern zufolge soll dieses Vorgehen dem Konzern aber mehr als eine Milliarde an Umsatz gebracht haben. 

Gegenüber den OnlinehändlerNews gab uns eine Amazonsprecherin folgendes Statement (aus dem Englischen übersetzt): „Die Anschuldigungen der FTC stellen dieses Projekt in grober Weise falsch dar. Projekt Nessie war ein Projekt mit einem einfachen Zweck: Es sollte verhindern, dass unsere Preisanpassung zu ungewöhnlichen Ergebnissen führt, bei denen die Preise so niedrig werden, dass sie nicht mehr tragbar sind. Das Projekt lief ein paar Jahre lang für eine Untergruppe von Produkten, funktionierte aber nicht wie beabsichtigt, so dass wir es vor einigen Jahren eingestellt haben.“

Werbeeinnahmen von X massiv eingebrochen

Seit der Übernahme des Kurznachrichtendienstes X (früher Twitter) durch Elon Musk, hat sich bereits einiges beim Konzern geändert, oft hin zum negativen.  Wie jetzt bekannt wurde, sind die monatlichen US-Werbeeinnahmen bei X seitdem Musk das Ruder übernommen hat, deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sollen diese monatlich um mehr als 55 Prozent zurückgegangen sein, im Dezember lag der Rückgang sogar bei 78 Prozent. Das geht laut der FAZ jetzt aus einer Untersuchung des auf Werbeanalysen spezialisierten Unternehmens Guideline hervor.

Auch hierzulande rennen X die Werbekunden davon. „Der Anstieg von Fake News, die Zunahme von Hate-Speech oder die Äußerung teils extremer politischer Haltungen haben bei vielen Unternehmen offenbar zu massiver Verunsicherung geführt“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Dennoch gibt sich X optimistisch. Laut der amtierenden Vorstandsvorsitzenden Linda Yaccarino soll der Social Media Dienst ab dem kommenden Jahr profitabel sein.

Unternehmen verkleinern weiter ihre Büros

Seit der Coronapandemie ist der Trend hin zum Homeoffice deutlich gewachsen. Darauf reagieren auch die Unternehmen und verkleinern entsprechend ihre Büroflächen. Wie aus einer Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht, plant jede elfte Firma in Deutschland diesen Schritt. Dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen enorm: So wollen im Bereich Rundfunk 40,3 Prozent ihre Büros deutlich verkleinern, in der Automobilbranche sind es 37,5 Prozent und bei Firmen, die im Bereich Werbung oder Marktforschung arbeiten, wollen 34,8 Prozent diesen Schritt gehen. Im Handel (3,7 Prozent) oder Maschinenbau (6,9 Prozent) fallen die Möglichkeiten zum Homeoffice eher gering aus, deswegen wollen hier auch nur ein kleiner Teil der befragten Unternehmen die eigenen Büroflächen reduzieren, heißt es beim Spiegel.

Veröffentlicht: 05.10.2023
img Letzte Aktualisierung: 09.10.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
1 Kommentare
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H.S
05.10.2023

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so ist das bei Amazon - Händlern werden Produkte gesperrt wegen angeblicher "Preisfehler".

Die Strafe für Amazon kann in auch in diesem Fall nicht hoch genug sein!