Praxistest: Shoppen auf Shein
Da sich Shein hauptsächlich als Mode-Marktplatz einen Namen gemacht hat, entschied ich mich für mein kleines Shopping-Experiment für den Kauf von Leggings. Schon auf der Startseite wurde ich von zahlreichen Rabatten regelrecht überrannt. Da ich bekanntermaßen eine kleine Schnäppchenjägerin bin, nahm ich das Angebot von 10 Prozent Rabatt plus kostenlosem Versand bei meiner ersten Bestellung natürlich dankend an. Alles, was ich dafür tun musste, war meine E-Mail-Adresse preiszugeben. Zusätzlich habe ich noch 100 Punkte erhalten. Was diese Punkte genau sind, dazu schreibt Shein auf seiner Webseite: „Punkte können nur verwendet werden, um den Betrag einer Bestellung oder den Preis eines auf der Website gekauften Produkts zu reduzieren (ausgenommen Versand-, Versicherungs- und sonstige Gebühren). Einhundert (100) Bonuspunkte entsprechen einem (1) US-Dollar, was bedeutet, dass einhundert (100) Bonuspunkte mehr oder weniger als einem (1) Euro entsprechen können, je nach Wechselkurs und Zahlenumrechnung (keine Nachkommastellen).“ So weit, so gut.

Nach ein bisschen Umschauen auf der Plattform entschied ich mich schließlich für zwei Leggings, und nach Anraten verschiedener Produktreviews jeweils eine Nummer größer. Die Standardlieferung kostete mich tatsächlich nichts. Auf die Gesamtsumme von 17,75 Euro bekam ich, durch Einsatz meiner Shein-Punkte, die ich durch Bestätigung meiner Mail-Adresse gesammelt hatte, noch einmal einen Rabatt von 1,11 Euro. Die zehn Prozent Rabatt, mit denen man mich am Anfang gelockt hat, konnte ich allerdings doch nicht einlösen, da diese erst ab einem Bestellwert von 49 Euro gelten. Dies war bei der Anmeldung natürlich nirgends deutlich ausgeschrieben. Letztendlich kosteten mich die beiden Leggings 16,64 Euro inkl. Versand. Auch hier entschied ich mich für die Bezahlvariante von PayPal, bekam im Gegensatz zu Wish allerdings kein Lieferzeitfenster für meine Bestellungen angezeigt. Lediglich in meiner Bestellhistorie gab es die Angabe „Lieferdauer: 7 bis 10 Werktage.“
Und an diese hat sich Shein tatsächlich gehalten: Am 02. September, etwas mehr als eine Woche nach meiner Bestellung am 24. August, hatte ich mein Paket tatsächlich im Briefkasten. Es kam unbeschädigt an und, was mich positiv überraschte: keine übermäßige Verpackung. Auf den ersten Blick sahen meine bestellten Leggings ganz gut aus, obwohl ich mir die Farbe der Grünen doch etwas anders vorgestellt habe, aber so ist das nun mal mit Produktbildern im Internet vs. der Realität. Auch der erste Tragetest erwies sich als positiv, alles passte und saß gut. Als Nächstes folgte allerdings der erste Härtetest: der Weg in die Waschmaschine. Da sich hier häufig Schwächen von Waren aus China offenbaren, war ich äußerst gespannt, wie die Hosen nach dem Waschgang aussehen. Hier wurde ich aber positiv überrascht: Nichts war geschrumpft, verformt oder löste sich auf.

Jetzt, gut einen Monat und zahlreichen Einsätzen, beim Laufen, im Garten oder einfach nur beim auf der Couch liegen, später lässt sich feststellen: Ich bin begeistert. Noch immer sitzen beide Leggings sehr gut, auch nach mehrmaligem Waschen lässt weder der Stoff noch die Farbe nach und sie sind super bequem. Und noch einen positiven Faktor will ich hier nicht unkommentiert lassen: Seit meiner Bestellung hatte ich elf E-Mails vom Marktplatz in meinem Postfach. Hiervon waren allerdings fünf solche, die mich über den Versandstatus meiner Waren informierten. Im Vergleich zu anderen Marktplätzen landet Shein in Sachen Spam also noch im akzeptablen unteren Bereich.

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