Den europäischen Polizeibehörden ist ein großer Schlag gegen Produktfälscher gelungen: In der von Europol koordinierten Aktion „Ludus II“ haben die Behörden in 21 Ländern mehr als fünf Millionen Spielzeuge im Gesamtwert von 18 Millionen Euro beschlagnahmt. Im Rahmen der Aktion seien 72 Online-Märkte kontrolliert worden.
Unter anderem sei es französischen Zollbehörden auch gelungen, eine regelmäßige Versorgung mit gefälschtem Spielzeug zu stoppen. Diese Plagiate seien für „eine berühmte E-Commerce-Plattform“ vorgesehen gewesen, heißt es vonseiten Europols. Nach Razzien waren 99 Personen angezeigt worden, weitere 1.500 wurden Gesundheits- und Aufsichtsbehörden gemeldet. Nach Angaben von Europol seien 32 Websites geschlossen worden.
Bei den Fälschungen habe es sich um Puzzle-, Video-, Brett- und Kartenspiele, sowie Puppen, Spielsteine, Kleidung und Accessoires bekannter Marken gehandelt. Der Großteil der Fälschungen sei aus Ostasien in die EU, Großbritannien und die USA importiert worden. Viele der aus dem Verkehr gezogenen Güter sollen nach Behördenangaben giftige Chemikalien enthalten haben. Zudem hätten sich Kinder an ihnen strangulieren oder ersticken können. Auch Stromschläge, Hörschäden oder Brandverletzungen seien möglich gewesen.
An der Aktion „Ludus II“ waren Polizeibehörden aus Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Estland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Lettland, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, der Slowakai, Slowenien und Spanien, sowie der Elfenbeinküste, Nordmazedonien, dem Vereinigten Königreich und den USA beteiligt.
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