Amazon muss sein Verkäuferprogramm „Sold by Amazon“ vollständig einstellen. Die Generalstaatsanwaltschaft Washington hatte das Programm, das bereits im Juni 2020 pausiert wurde, zuvor für rechtswidrig erklärt. Amazon habe einem Bericht von Engadget zudem zugestimmt, eine Geldstrafe in Höhe von 2,25 Millionen US-Dollar zu zahlen und jährlich über die Einhaltung der Kartellgesetze zu informieren.
Das „Sold by Amazon“-Programm war zwischen 2018 und Juni 2020 verfügbar. Damit legte Amazon eine Preisuntergrenze für bestimmte Produkte fest – nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft „eine rechtswidrige Preismanipulation“. Während das Programm verfügbar war, hatte Amazon eine kleine Zahl von Drittanbietern daran angeschlossen und ihnen versprochen, einen garantierten Mindestbetrag an ihren Produkten zu verdienen, solange sie zustimmten, nicht mit Amazon zu konkurrieren.
Zudem stellte Amazon den Händlern zusätzliche Umsätze in Aussicht, sollte der Algorithmus des Konzerns feststellen, dass Kunden für ein Produkt mehr bezahlen. „Wenn sich beispielsweise ein Händler und Amazon auf einen Mindestpreis von 20 Dollar geeinigt hatten und das Produkt für 25 Dollar verkauft wurde, hat der Verkäufer die 20 Dollar erhalten und die fünf Dollar Zusatzgewinn mit Amazon geteilt – zusätzlich zu etwaigen Gebühren“, erklärt Generalstaatsanwalt Bob Ferguson.
Amazon widersprach der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft offenbar nicht, betonte in einem Statement gegenüber Engadget aber, dass man „überzeugt“ sei, „dass das Programm legal“ gewesen sei.
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