In den vergangenen Monaten hatte Amazon viele Händler seines Marktplatzes gesperrt, weil diese gegen die hauseigenen Regeln rund um Bewertungsbetrug verstoßen hatten. Allerdings sollen einige dieser ausgeschlossenen Anbieter im Nachhinein erfolgreich versucht haben, sich zurück auf die Plattform zu mogeln: Wie Golem berichtet, habe das amerikanische Tech-Portal The Verge herausgefunden, dass einige der betroffenen Firmen teils mit nur minimal veränderten Markenbezeichnungen ihren Weg zurück auf den Amazon-Marktplatz gefunden hatten. Konkret wurde vor allem auf den ausgeschlossenen Anbieter Sunvalley verwiesen, der mit Marken wie Ravpower oder auch Vava und Taotronics aktiv ist.
Auf diese Entdeckung habe The Verge Amazon bis Mitte September aufmerksam gemacht. Nach einer Reaktionszeit von zwei Wochen hätte Amazon schließlich auf die Hinweise reagiert und die entsprechenden Händlerkonten erneut gesperrt. „Es ist davon auszugehen, dass sich dieses Spiel bald wiederholen wird“, heißt es bei Golem weiter.
Mit den Prozessen von Amazon hätte sich der US-Tech-Spezialist indes unzufrieden gezeigt: „The Verge kritisiert den Online-Markplatz dafür, dass Amazon nicht von sich aus diese neuen Verkäuferkonten gefunden habe, sondern von außen auf Hilfe angewiesen sei.“ Es herrsche demnach Unverständnis darüber, dass ein riesiger, milliardenschwerer Online-Konzern wie Amazon nicht in der Lage sei, die „plumpen Täuschungsmanöver“ gesperrter Händler nicht selbstständig aufzudecken. Amazon selbst habe Kunden dazu aufgerufen, verdächtige Händler zu melden.
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