Delivery Hero strauchelt weiter. Nachdem die Fast-Food-Vermittlungsplattform im ersten Halbjahr 2020 noch einen Verlust in Höhe von 448 Millionen Euro auswies, hat sich der Fehlbetrag mittlerweile verdoppelt: In den ersten sechs Monaten 2021 lag er nun bei 918 Millionen Euro. Allerdings dürfen die tiefroten Zahlen nicht über das starke Wachstum hinwegtäuschen, das der Anbieter von Burgern, Pizza und Co. weiter hinlegt: Mit insgesamt 1,22 Milliarden Bestellungen hat sich die Bestellzahl im Vorjahresvergleich ebenfalls verdoppelt, genau wie der Umsatz, der nun bei 2,68 Milliarden Euro liegt.
Für Aufsehen sorgt Delivery Hero derweil jedoch nicht nur wegen der gestiegenen Verluste, sondern auch aufgrund von Gerüchten, über einen möglichen Einstieg beim Lieferdienst Gorillas. Insider hätten demnach verlauten lassen, dass Unternehmenschef Niklas Östberg in einem ersten Schritt 200 Millionen Euro investieren und später noch weitere 200 bis 400 Millionen Euro investieren wolle, schreibt Spiegel Online mit Verweis auf das Manager Magazin. „Auch bestehende Investoren, darunter der chinesische Internetgigant Tencent und der US-Hedgefonds Coatue Management, sollen sich an der Runde beteiligen“, heißt es weiter.
Auf Nachfrage habe sich Delivery Hero allerdings nicht zu den Gerüchten äußern wollen. Auch der Schnelllieferant Gorillas blieb ein Statement schuldig. Zuletzt geriet Gorillas in die Schlagzeilen, da die Lieferanten des Unternehmens großflächige Streiks angeschoben hatten: Sie kritisieren die Arbeitsbedingungen, unzulängliche Ausstattung der Fahrer und fordern zudem bessere Bezahlung und fairere Behandlung der Angestellten. Auch bei den potenziellen Geldgebern lief zuletzt nicht alles rund: DoorDash, ein US-amerikanischer Lieferservice, sei kurz vor einem Deal kürzlich abgesprungen.
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