Amazon als einzige Option
Hat sich durch die Pandemie die Beziehung zwischen Amazon und seinen Dritthändlern irgendwie verändert? Wenn ja, wie?
Als die Geschäfte gezwungenermaßen schließen mussten, wurde Amazon für viele Menschen zur einzigen Option, an Waren des täglichen Bedarfs zu kommen und dringende Anschaffungen zu tätigen. Es ist kein Geheimnis, dass der dortige Komfort und der vorgefundene Überfluss viele Neukunden, die vorher gegenüber Amazon skeptisch eingestellt waren, überzeugt hat. Das hat selbstverständlich Einfluss auf die bisherigen Machtverhältnisse zwischen Amazon, seinen Zulieferern und den Händlern, aber auch den Ansprüchen jedes Einzelnen gehabt
Während die einen aktuell Rückschläge durch die Verknappung an Lagerkapazitäten kompensieren müssen, gilt es für Amazon mehr denn je, den Grad an Automatisierung zu erhöhen ohne gleichzeitig das selbst gesetzte Ziel der Klimaneutralität zu gefährden. Viele glauben, dass in den Fullfilment Centern tatsächlich ein Großteil der Arbeit von Robotern erledigt wird, dabei arbeiten Tausende Kommissionierer im Pick&Pack beispielsweise nach wie vor größtenteils manuell. Die hohe Arbeitslast führt leider bei vielen zu gesundheitlichen Problemen und konnte bisher auch von den eingesetzten Robotern nicht ansatzweise aufgefangen werden.
Apropos Gesundheit: Ein Fullfilment Center als Infektionsherd ist für alle Beteiligten der Super-Gau. Das Infektionsgeschehen auszusperren ist keine Aufgabe, um die ich Amazon beneiden würde. Maßnahmen zu entwickeln, die allen Arbeitern und externen Beteiligten effektiven Schutz bieten, ist, wie man auf der ganzen Welt beobachten kann, alles andere als eine leichte Aufgabe.
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