Die deutsche Amazon-Seite wurde von dem Büro des Handelsbeauftragten der USA (USTR) auf die Liste für „berüchtigte Märkte für Fälschungen und Piraterie“ gesetzt. Wie t3n berichtet, hat der US-Handelsbeauftragte neben Amazon.de auch den französischen, spanischen, britischen, und italienischen Amazon-Marktplatz auf die jährlich aktualisierte Liste genommen. Die US-Seite des Konzerns sei nicht betroffen.
In der Begründung heißt es, dass Rechteinhaber einige Herausforderungen angeführt hätten, die sich angesichts von zahlreichen Produktfälschungen auf diesen Seiten hätten. Auch die Verkäuferinformationen seien demnach „oft irreführend“, was eine Identitifkation der Händler, die Produktfälschungen vertreiben, erschwere. Ein weiterer Vorwurf besage, dass Amazon die Verkäufer auf seinem Marktplatz nur unzureichend überprüfe. Rechteinhabern würde das Entfernen von Produktfälschungen unterdessen erschwert – auch, wenn sie Teil des Amazon-Markenschutzprogramms seien.
Amazon habe den Bericht des US-Handelsbeauftragten bestritten. Der Konzern verwies dabei auf die Programme zum Schutz von Marken, ein Sprecher erklärte gegenüber CNBC, dass Amazon mehr gegen Fälschungen unternehme als jedes andere Unternehmen. Dass einige Marktplätze nun auf der Liste des USTR auftauchen, sei „die Fortsetzung einer persönlichen Rache gegen Amazon und nichts weiter als ein verzweifelter Stunt in den letzten Tagen dieser Regierung“, so der Sprecher weiter. Das Verhältnis zwischen dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump und Amazon-Gründer Jeff Bezos war schon lange angespannt.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben