Amazon ist der große Gewinner der Coronakrise. Was sich bereits fast seit Anfang der Krise abzeichnete, wird mit den aktuellen Geschäftszahlen des Unternehmens mehr als deutlich: Im dritten Quartal legte der Umsatz des von Jeff Bezos geführten Konzerns im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn verdreifachte sich gar auf 6,3 Milliarden Dollar. „Für Amazon.com ist Covid-19 wie Dünger“, kommentiert Heise Online die Zahlen.
Über das Handels- und Medienangebot fuhr Amazon rund 2,7 Milliarden Dollar Gewinn ein, mit dem Cloud-Dienst AWS kamen 3,5 Milliarden Dollar dazu. Das Cloud-Geschäft ist also nach wie vor das Zugpferd und weist eine deutlich höhere Marge auf als der Einzelhandel und das Medienangebot aus. Der Umsatz von AWS stieg im dritten Quartal um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar.
Der größere Zulauf durch die Coronakrise konnte den fehlenden Prime Day damit auch mehr als ausgleichen: Amazons Schnäppchentag, der für gewöhnlich als wichtiger Umsatztreiber gilt, musste von Juli auf Oktober verschoben werden und fiel damit in das vierte Quartal – und könnte den Zahlen im Weihnachtsquartal somit einen zusätzlichen Boost geben.
Im wichtigen vierten Quartal rechnet Amazon nun mit 28 bis 38 Prozent höheren Umsätzen – also einem Ergebnis zwischen 112 und 121 Milliarden Dollar. Zudem erwartet Amazon einen operativen Gewinn zwischen einer und 4,5 Milliarden Dollar. Mit eingerechnet seien laut TechCrunch bereits vier Milliarden Dollar an Kosten, die Amazon in Zusammenhang mit Covid-19 erwartet.
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