Amazon arbeitet seit Jahren daran, Produktfälschungen und anderen Arten von Kriminalität auf seinem Online-Marktplatz Einhalt zu gebieten. Doch auch der Riese selbst ist nicht vor Betrug gefeit: In den USA wurden beispielsweise in der vergangenen Woche vier Brüder festgenommen, denen Rechnungsbetrug und Geldwäsche vorgeworfen wird. Konkret sollen sie Amazon über einen Zeitraum von zwei Jahren und mithilfe eines ausgefeilten Systems um insgesamt 19 Millionen Dollar betrogen haben.
„Overshipping“ nennt sich die dabei zur Anwendung gekommene Betrugsart, die durch das Vendoren-Programm möglich geworden sei, bei dem die Händler also ihre Waren direkt an Amazon verkaufen, schreibt t3n mit Verweis auf Wired. Der Grundgedanke dabei war: Die Brüder stellten Amazon mehr Produkte in Rechnung als sie tatsächlich lieferten bzw. als Amazon überhaupt bestellt hatte.
„Im Falle der Brüder bestellte Amazon etwa zwölf Kanister Desinfektionsspray zum Preis von 94,03 Dollar. Die Betrüger schickten Amazon stattdessen 7.000 Zahnbürsten, für die sie jeweils 94,03 Dollar verlangten. Dabei verwendeten sie die Asin für das Spray – später stellten sie Amazon 650.000 Dollar in Rechnung“, wird die Vorgehensweise beschrieben. Immer wieder hätten die Beschuldigten etwa bei einer Bestellmenge von 100 Produkten durch Amazon etwa 10.000 Produkte geschickt und dann in Rechnung gestellt. Alles in allem sei Amazon durch diese Betrugsmasche um 19 Millionen Dollar gebracht worden. Selbst als Amazon den Betrug später aufdeckte, hätten die Brüder unter neuen Angaben und mithilfe von VPN neue Vendor-Konten erstellt, um weitermachen zu können.
Maßgeblich beteiligt an dieser Verhaftung sei nach Angaben von t3n auch die sogenannte Counterfeit-Crimes-Unit, eine spezielle Einheit, die Amazon kürzlich gegründet hatte und in deren Rahmen Bundesanwälte und Ex-Ermittler Betrug auf dem Marktplatz aufspüren sollen.
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Im vorliegenden Fall des vermeintlichen Amazon-Betrugs gilt Wired als Originalquelle. Das Portal bezieht sich im Rahmen der Berichterstattu ng direkt auf die Klageschrift, in der die beschriebenen Vendor-Prozesse noch einmal näher beleuchtet werden.
Einen Einblick in die Dokumente des Gerichts können Sie an dieser Stelle vornehmen:
www.justice.gov/.../download
Wir hoffen, das klärt Ihre Fragen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
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1. Erkennt Amazon Fehlmengen sofort und zieht diese vom Betrag ab.
2. Man kann als Vendor keine Rechnung in diesem Sinne an Amazon senden und die Bezahlung anfordern. Denn Amazon erstellt selbst den Auszahlungsbetr ag abzgl. Konditionen.
Das war auch vor Jahren nicht anders.
Viele Grüße
Mandy Kirmse,
TEAM Individuell,
Amazon Vendor Betreuerin seit 2010
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