1. Lokale Marktplätze: „Versuch gescheitert“
2. Nutzer wollen lokal helfen – aber kaufen bei Amazon
3. Problem: Lokale Händler haben kein Warenwirtschaftssystem
4. Lokale Marktplätze wachsen in der Coronakrise
5. Händler sträuben sich teils noch gegen E-Commerce
6. Krisen-Umsatz kann stationären Verlust nicht ausgleichen
7. Die Hoffnung für Lokal-Marktplätze
8. Das planen die Marktplatz-Anbieter
9. Was bedeuten eigentlich die Firmennamen Locamo, Lozuka und Atalanda?
Was haben Mönchengladbach und Wuppertal gemeinsam? Beide Städte dienten als Pilotprojekt für die oft gewünschte Verknüpfung von stationärem und Online-Handel. Plattformanbieter Atalanda startete schon 2014 die „Online-City Wuppertal“, der Online-Marktplatz zog 2015 mit „Mönchengladbach bei Ebay“ nach. Das Ziel solcher lokaler bzw. regionaler Online-Marktplätze: Die stationären Händler vor Ort und ihre treuen Kunden an und in den E-Commerce führen – und an dem dominierenden Marktplatz Amazon vorbei. Kleinere Geschäfte können einen zusätzlichen Verkaufs- oder Marketingkanal testen und die Käufer lernen im Idealfall die Vorteile von Cross- und Omnichannel kennen, etwa die Produkte im Web aussuchen und vor Ort abholen. So würden nebenbei auch die darbenden Innenstädte wieder belebt. So weit, so gut.
Nach einigen Jahren am Markt blieb der große Erfolg jedoch aus – das sagen zumindest einige Experten und Studien. In einer Untersuchung der Hochschule Koblenz im Jahr 2018 antworteten deutschlandweit 200 Händler, die an solchen lokalen oder regionalen Marktplatz-Modellen teilnahmen, auf eine Umfrage. Das ernüchternde Ergebnis: Der überwiegende Teil der befragten Händler würde von einer Teilnahme abraten. Eine Studie von Ibi Research aus demselben Jahr zeigte jedoch positivere Stimmung: 60 Prozent der befragten Händler auf einem lokalen Online-Marktplatz waren „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ mit ihrer Entscheidung.



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