Vergangene Woche kam die Meldung, dass Ebay-Chef Devin Wenig seinen Posten aufgibt, durchaus überraschend und ohne weitere Erklärungen. Ebay kommentierte den Vorgang nicht weiter und konzentrierte sich in seiner Bekanntmachung auf Interims-CEO Scott Schenkel. Der Vorgang wird aber als Signal gesehen. Wenig soll sich zurückgezogen haben, weil sich der Fonds Elliott Management des Milliardärs Paul Singer und der Investor Starboard Financials für eine Abspaltung des Ticketportals StubHub und des Kleinanzeigengeschäfts Classifieds Group einsetzen. Es sei zum Konflikt gekommen.
Die beiden Fonds, die nur fünf Prozent der Anteile besitzen, hatten trotzdem durchgesetzt, dass man den Verkauf der Tochterunternehmen prüfen lässt, so das Handelsblatt. Ein Insider wird mit den Worten zitiert: „Damit ist jetzt der Weg frei für eine Zerschlagung“. Für StubHub könnte Ebay zwischen drei und 4,5 Milliarden Euro bekommen, Classifieds wird auf bis zu 12 Milliarden Dollar geschätzt. Am Kleinanzeigen-Geschäft soll Axel Springer interessiert sein. Das Handelsblatt geht davon aus, dass eine mögliche Zerschlagung für Ebay dramatischere Folgen haben könnte, als vor fünf Jahren, als man sich von PayPal trennte.
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