Bei Scout24 gibt es offenbar Überlegungen, das Gebrauchtwagen-Portal AutoScout24 zu veräußern. Man habe eine „Prüfung der strategischen Alternativen“ angestoßen, mit „dem Ziel, langfristigen Wert für alle unsere Aktionäre zu schaffen“, so Vorstandschef Tobias Hartmann. Auf einem Kapitalmarkttag am 26. November wolle man erste Ergebnisse präsentieren. Schon im Juli hatte das Unternehmen angekündigt, ImmobilienScout24 und AutoScout24 organisatorisch stärker zu trennen, um die „operative Effizienz“ zu steigern.
Im Raum stehen nun sowohl ein Verkauf als auch eine Abspaltung. Hartmann zufolge prüfe man alle Optionen, habe aber keinen Zeitdruck. „AutoScout24 hat schließlich kein Verderblichkeitsdatum“, so Hartmann laut Reuters. Der Vorstoß wird als Reaktion auf die Forderungen des Investors Elliot Capital Advisors gewertet. Dieser hatte eine Trennung von AutoScout24 und ein Aktienrückkaufprogramm vorgeschlagen, um den Aktienkurs nach oben zu schrauben. Hartmann zufolge liegen die Vorstellungen von Scout24 und der Investoren nicht weit auseinander. „Der Vorstand geht mit einer klaren Strategie und großer Offenheit an das Geschäft heran.“
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