Wer seit längerer Zeit über Amazon berichtet und das Unternehmen genauer im Blick hat, hat in den vergangenen Wochen und Monaten einen leichten Sinneswandel beobachten können: Auf Presseanfragen wurde häufiger reagiert, während es in den Jahren zuvor in vielen Fällen nur hieß: „Zu Marktspekulationen äußern wir uns nicht.“ Diese offenere Kommunikation ist durchaus löblich, da so mehr Klarheit geschaffen werden kann.
Die aktuell in den Medien diskutierten, vermeintlichen Umsatzzahlen der Marktplatz-Händler in Deutschland zeigen aber, dass der US-Konzern in seiner neuen Strategie offenbar noch ein paar Lektionen zu lernen hat. Die Umsatzzahlen, die aufgrund einer Äußerung aus einer E-Mail an Amazon-Händler berechnet werden konnten, wollte das Unternehmen zunächst nicht kommentieren, da es sich um Spekulationen handele. Dieser Schritt steht Amazon natürlich frei: Der Konzern muss sich nicht im Fall von „geleakten“ Zahlen zu diesen äußern, wenn er nicht will. Für die Marktplätze sind die Umsatzzahlen ihrer Händler gut zu hütende Geheimnisse und auch Ebay macht diese Zahl nicht öffentlich.
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