Der Jeff ist schon ein Fuchs. Gesichtslose Multimilliarden-Dollar-Unternehmen findet ja eigentlich niemand gut. Viel lieber mögen wir die kleinen, kreativen KMUs, die StartUps und unsere stationären Lieblinge, wo es noch persönlich zugeht. Da hat Amazon natürlich schlechte Karten, weil Amazon das kapitalistische Super-Schlachtschiff des weltweiten Handels ist. Wenn da, wie aktuell mal wieder in Italien, die Marktmacht untersucht wird, dann ist das nicht verwunderlich, weil – mal ehrlich – die Konkurrenz schaut in der Regel zu Amazon auf, nicht auf Amazon herab.
Jeff Bezos gefällt das nicht. Also, ihm gefällt natürlich das viele Geld. Er wird aber auch gern gemocht. Darum macht er coole Weltraum-Sachen mit Blue Origin, spendet überschüssige Millionen an gemeinnützige Zwecke und versucht, sein Amazon-Imperium verbal auf Normalgröße zu schrumpfen. So nannte er Amazon kürzlich etwa „einen kleinen Player im globalen Handel“. Das kann man natürlich nur lustig finden, weil Amazon kein kleiner Player im globalen Handel ist, sondern ein Goliath, den 100 Davids nicht stürzen könnten.
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