Amazon macht Nettogewinn von mehr als 10 Milliarden Dollar

Veröffentlicht: 01.02.2019
imgAktualisierung: 01.02.2019
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
01.02.2019
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Amazon Firmenlogo vor einem Gebäude
© JHVEPhoto / Shutterstock.com
Amazon hat die Zahlen für das Weihnachtsquartal 2018 offengelegt: Besser hätte es kaum laufen können.


Die Weihnachtszeit bescherte Amazon klingelnde Kassen. Um mehr als 20 Prozent ist der Nettoumsatz von Amazon.com gewachsen: Er lag im vierten Quartal 2018 bei 72 Milliarden US-Dollar. Ein noch stärkeres Wachstum gelang dem Konzern in Sachen Betriebsgewinn, denn dieser konnte im Vergleich zum Vorjahr um satte 78 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Dollar gesteigert werden.

Der Nettogewinn lag bei drei Milliarden Dollar, was einem Plus von 63 Prozent entspricht. An dieser Stelle wird das Wachstum 2018 dennoch nicht ganz deutlich, denn im Jahr zuvor hatte Amazon noch von einer Steuergutschrift in Höhe von knapp 790 Millionen Dollar profitiert. Alles in allem konnte Amazon mit den vorliegenden Zahlen den dritten aufeinanderfolgenden Quartalsrekord einfahren.

Amazon: Riesige Gewinne, aber nur „bescheidene Ausgaben“

Doch nicht nur im Weihnachtsquartal lief es für Amazon hervorragend: Auch ein Blick auf das Gesamtjahr zeigt erneut starke Wachstumsraten. Während der Nettoumsatz um 31 Prozent auf 232,9 Milliarden US-Dollar gestiegen ist, hat sich der Betriebsgewinn verdreifacht – auf satte 12,4 Milliarden Dollar. Um ganze 232 Prozent ist der Nettogewinn angewachsen und erreichte 2018 einen Wert von 10,1 Milliarden Dollar.

Dass die Amazon-Aktie trotz der herausragenden Zahlen dennoch ein wenig abrutschte, begründet Heise Online mit den aktuellen Entwicklungen in Indien: Dort hatte der Online-Riese zuvor Milliarden investiert und nun aber eine Schlappe einstecken müssen. Denn Amazon darf dort ab sofort nicht mehr selbst verkaufen, sondern nur noch das Marktplatzgeschäft mit Drittanbietern betreiben. Dies trübe die Wachstumsprognose des Konzerns.

Hinzu komme, dass Finanzchef Brian Oslavskys betonte, dass 2018 „ein Jahr bescheidener Ausgaben und verhaltenen Belegschaftszuwachses (plus 14 Prozent) gewesen“ sei, heißt es weiter. Für das laufende Jahr kündigte er entsprechend deutlich höhere Kosten an.

Cloud-Sparte als Zugpferd

Obwohl der Online-Handel in Nordamerika ganze 61 Prozent  und der internationale Online-Handel 28 Prozent Anteil am Konzernumsatz hat, macht die Cloud-Sparte mittlerweile schon einen Anteil von 11 Prozent aus. Auch die Entwicklungen bei AWS laufen gut: Allein im vierten Quartal 2018 lag das Wachstum bei 45 Prozent, sodass ein Umsatz von 7,4 Milliarden Dollar generiert werden konnte. Der Betriebsgewinn in diesem Bereich lag bei 2,2 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 61 Prozent entspricht.

Der Online-Handel konnte zwar in Nordamerika auch wachsen, außerhalb der heimischen Grenzen musste Amazon in Sachen Online-Handel allerdings einen Betriebsverlust von 642 Millionen Dollar einstecken. Alles in allem lag das Wachstum bei 30 Prozent. „Diese Zahlen zeigen, dass AWS zwar nur 11 Prozent des Umsatzes stellt, aber mehr zum Betriebsgewinn beiträgt als Amazons Online-Handel, der die übrigen 89 Prozent des Umsatzes bestreitet“, fasst Heise die Entwicklungen zusammen. Damit bewährt sich die Strategie von Amazon, die eigenen Cloud-Dienste massiv zu expandieren.

Veröffentlicht: 01.02.2019
img Letzte Aktualisierung: 01.02.2019
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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1 Kommentare
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Peter
01.02.2019

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Oh, was bin ich froh, dass es Amazon gut geht ...