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Werbung: Deutsche Unternehmen haben kaum Interesse an Zusammenarbeit mit Influencern

Veröffentlicht: 09.07.2025
imgAktualisierung: 09.07.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
09.07.2025
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ca. 2 Min.
Frau schminkt sich vor Telefon
ZigicDrazen / Depositphotos.com
In den sozialen Netzwerken für das eigene Produkt zu werben, kann zusätzliche Käufer bringen. Händler schöpfen das Potenzial aber nicht aus.


Immer mehr deutsche Unternehmen setzen auf soziale Netzwerke, um ihre Produkte zu bewerben und zu verkaufen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie nutzen 59 Prozent der Händler bereits eigene Social-Media-Profile – besonders beliebt sind Facebook (65 Prozent) und Instagram (53 Prozent). Auch LinkedIn (42 Prozent) und TikTok (30 Prozent) gewinnen an Bedeutung. Beim tatsächlichen Verkauf und dem Schalten von Werbung sind die deutschen Unternehmen aber noch zurückhaltend. Lediglich 27 Prozent ermöglichen bisher Bestellungen direkt über soziale Netzwerke, nur 31 Prozent schalten bezahlte Werbung über diese Kanäle.

Nach wie vor erfolgen die meisten Verkäufe über die klassischen Online-Shops (97 Prozent) und Marktplätze (78 Prozent). Für die Studie wurden 505 deutsche Handelsunternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten befragt.

Influencer-Marketing mit Potenzial – aber auch Risiken

Obwohl über die Hälfte der deutschen Händler bereits Social Media nutzen, bleibt ein Großteil bei einem Punkt noch sehr zurückhaltend: die Zusammenarbeit mit Influencern. Diese können dabei helfen, neue Zielgruppen zu erreichen, haben bei Händlern derzeit aber noch einen schweren Stand. Nur 13 Prozent arbeiten aktuell mit Influencern zusammen, 9 Prozent denken darüber nach. Die Mehrheit (49 Prozent) hat sich mit dem Thema bisher nicht befasst.

Obwohl mit 44 Prozent die Hälfte der befragten Unternehmen der Meinung ist, dass Influencer das Vertrauen in beworbene Produkte steigern können, sehen 46 Prozent hier auch Risiken. „Eine Influencer-Kooperation kann sich im Handel sehr lohnen. Der Influencer oder die Influencerin muss nicht nur große Reichweite und Glaubwürdigkeit in der Zielgruppe haben, er muss auch ganz grundsätzlich zum Unternehmen und seinen Werten passen, ansonsten wird die Werbung als unauthentisch wahrgenommen und kann mehr schaden als nutzen“, betont auch Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.

Stationärer Handel nach wie vor relevant

Trotz der vielfältigen Möglichkeiten des Verkaufs im Internet bleibt der stationäre Handel auch weiterhin relevant – 86 Prozent der Händler setzen auf hybride Geschäftsmodelle und verkaufen sowohl online als auch offline. Lediglich sechs Prozent verkaufen nur vor Ort und ebenfalls sechs Prozent sind ausschließlich online aktiv. Dies wird sich wohl auch in Zukunft nicht groß ändern, denn nur 11 Prozent der befragten Unternehmen sehen im stationären Verkauf keine Perspektive. Dennoch kann sich gut ein Drittel der Händler vorstellen, im Jahr 2030 nur noch online zu verkaufen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 09.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 09.07.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Aisteg
10.07.2025

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Es liegt auch daran, dass Influencer, wenn man denn einen gefunden hat, der zum Unternehmen passt, gerne Preise aufrufen, die sich ein durchschnittlicher Händler einfach nicht leisten kann. Für 8-10t€ im Monat, bekomme ich auch sehr gute Google Ads/Werbung.