Neuer Self-Service vereinfacht Werbebuchungen auf Otto

Veröffentlicht: 15.10.2025
imgAktualisierung: 15.10.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.10.2025
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Otto-Logo auf einem Smartphone welches vor einen Monitor gehalten wird, der die Otto Website zeigt.
T. Schneider / Depositphotos.com
Mit einer neuen Lösung öffnet Otto sein Werbeangebot: Echtzeitbuchungen, Self-Service und Targeting mit First-Party-Daten.


Mit einer sogenannten Demand Side Platform (DSP) macht Otto Advertising den nächsten Schritt in Sachen Marketing. Ab sofort können Unternehmen und Agenturen über die Plattform digitale Werbeflächen in Echtzeit und im Self-Service buchen. Besonders spannend: Otto setzt dabei auf seine First-Party-Datenbasis mit über 31 Millionen aktiven Nutzerkonten – damit können Anzeigen deutlich zielgerichteter zu genau den richtigen Personen gelangen.

Angebot richtet sich vorrangig an Agenturen

Für die meisten Online-Händler:innen verändert der Start der Otto DSP zunächst wenig im Tagesgeschäft. Die Plattform richtet sich in erster Linie an Media-Agenturen und größere Werbetreibende, die bereits programmatisch arbeiten und eigene Kampagnenstrategien steuern.

Dennoch ist der Schritt indirekt auch für sie relevant. Denn wenn Agenturen künftig über die Otto DSP einkaufen, profitieren Händler:innen, deren Produkte oder Marken auf Otto präsent sind, von besserer Zielgruppenansprache und datenbasiertem Kampagnen-Targeting. Die Werbung wird effizienter und präziser ausgespielt – was letztlich auch die Sichtbarkeit von Sortimenten oder Marken auf Otto erhöhen kann.

Für kleinere Händler:innen ohne eigene Marketingabteilung bietet Otto weiterhin den Managed Service, bei dem das Advertising-Team Kampagnen plant und optimiert.

Wie funktioniert die Otto DSP?

Eine Demand Side Platform ist ein System, über welches Werbetreibende digitales Inventar automatisiert einkaufen können – also Werbeflächen auf Webseiten, Apps oder in digitalen Außenbereichen. Im Hintergrund laufen hierbei Echtzeit-Auktionen ab: Sobald eine Person eine Webseite aufruft, prüft die DSP, ob diese zur Zielgruppe passt, und bietet automatisiert auf den Werbeplatz.

Die Plattform entscheidet innerhalb von Millisekunden, ob und welche Anzeige ausgespielt wird. DSPs ermöglichen so datengetriebenes, effizientes Marketing, bei dem Zielgruppen punktgenau angesprochen und Budgets optimal gesteuert werden können.

Das Ende der Third-Party-Daten

Otto ist nicht der erste Marktteilnehmer, der zunehmend auf First-Party-Daten setzt. Solche eigens erhobenen Daten sind insbesondere für große Unternehmen wie Otto eine wertvolle Quelle. Die meisten Werbeanbieter setzen dennoch bisweilen auf Third-Party-Daten, welche bei der Internetnutzung über Cookies erhoben werden. Doch diese sind nicht nur Datenschützern ein Dorn im Auge, sondern bieten oft auch nur ein anteiliges Bild der Interessen bestimmter Personen.

Bei Nutzung von First-Party-Daten liegt dagegen ein umfassenderes Bild von Nutzer:innen vor. Neben demografischen Daten beinhaltet dies auch echte Kaufdaten. Das macht sich seit kurzem auch PayPal zunutze und bietet externen Kund:innen Werbeplätze basierend auf dem echten Shopping-Verhalten von Kund:innen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 15.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 15.10.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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