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Kauflaune kehrt zurück: Online-Shopping wird zum Spar-Trend

Veröffentlicht: 25.09.2025
imgAktualisierung: 25.09.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
25.09.2025
img 25.09.2025
ca. 2 Min.
Frau tippt auf Laptop mit Online-Shopping-Seite an einem Holztisch, auf dem Herbstlaub liegt, sie umringt von Geschenkverpackungen mit Sales-Schildern
VadimVasenin / Depositphotos.com
Deutsche Haushalte sind weiterhin knapp bei Kasse, allerdings ist das auch der Grund, warum mehr online geshoppt wird.


Seit Monaten ist die Konsumbereitschaft verhalten und belastet Händler:innen. Doch zumindest für die kommenden Monate gibt es ein paar Lichtblicke: So ist der Konsumklima-Indikator für den Monat Oktober angestiegen – erstmals nach einem monatelangen Abwärtstrend. Das zeigt das GfK Konsumklima, das monatlich vom Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM) erhoben wird. Weitere Erhebungen zeigen indes, dass die Sparsamkeit immerhin den Online-Handel beflügelt. Und auch für das Weihnachtsgeschäft steigt die Shopping-Laune.

Noch keine Trendwende

„Nachdem das Konsumklima zuvor drei Monate in Folge gesunken war, beendet es nun seinen Abwärtstrend – zumindest für den Moment“, erläutert Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM zur aktuellen Erhebung. „Die Einkommensaussichten – als zentrale Einflussgröße für das Konsumklima – konnten sich von 4 Punkten wieder auf 15 Punkte verbessern und haben damit den Einbruch des Vormonats vollständig ausgeglichen.“

Dass sich das Kaufverhalten jedoch langfristig wieder verbessert, sei derzeit nicht absehbar. Hohe Preise für Lebensmittel und Energie sorgen für anhaltende Zurückhaltung, heißt es in der Mitteilung der Konsumforscher:innen. „Die geopolitische Lage, Sorgen um den Arbeitsplatz und wieder zunehmende Inflationsängste dürften einer durchgreifenden Erholung momentan eher im Wege stehen“, so Bürkl. So neigen Verbraucher:innen derzeit auch nicht dazu, größere Anschaffungen – wie Möbel oder teure elektronische Geräte – zu tätigen.

Allerdings scheint die Sparsamkeit zumindest den Online-Handel zu beflügeln: Im Vergleich zum Vorjahr shoppen mehr europäische Verbraucher:innen regelmäßig online, der Anteil stieg um vier Prozentpunkte auf 52 Prozent. In Deutschland shoppen sogar 88 Prozent der Menschen regelmäßig online. Die Anzahl der Online-Bestellungen hat sich europaweit um 16 Prozent auf 49 Käufe pro Jahr erhöht, ermittelte DPD-Mutterkonzern Geopost. Dabei ist für gut zwei Drittel der Käufer:innen der Preis der entscheidende Faktor für die Kaufentscheidung.

Positive Signale fürs Weihnachtsgeschäft

Mit Blick auf die diesjährige Weihnachtssaison und Shopping-Events wie den Black Friday können Händler:innen zudem mit einem steigenden Interesse rechnen. Aktuell planen 38 Prozent der deutschen Verbraucher, am Black Friday einzukaufen – im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 30 Prozent, teilt Marktforscher YouGov mit. Auch am Cyber Monday wollen mehr Leute (24 Prozent) shoppen, als noch im Vorjahr (19 Prozent).

Dennoch sollten Händler:innen nicht den Fokus allein auf diese Rabatttage legen, denn das allgemeine Interesse an solchen Mega-Sales-Events ist zurückgegangen. Gründe dafür sind irreführende Rabatte (48 Prozent), zu viele Sales-Events (36 Prozent) und Gewöhnung (32 Prozent). „Während die anfängliche Euphorie um Mega-Sale-Events mit dem auslaufenden Neuigkeitswert nachlässt, haben angebotene Rabatte für die Kunden nach wie vor einen hohen Stellenwert“, erklärt Daniela Loeck, Research Partner bei YouGov.

Interessant ist auch: Knapp ein Viertel der Menschen, die an den Schnäppchentagen shoppen wollen, planen, sich von KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder auch von Amazons Alexa helfen zu lassen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 25.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 25.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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1 Kommentare
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Ingo
26.09.2025

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Ich bin nächstes Jahr 20 Jahre Händler auch Online im Bereich Modellbau. Ich kann nur sagen, wenn die Leute mehr auf den Euro achten würden, dürften sie nicht über eBay oder Amazon einkaufen. Es ist mehr als logisch das ein Händler die Provision für diese Portale auf seine Preise aufschlägt. Und die Leute kaufen doch über diese Portale statt zu gucken ob der Händler nicht einen eigenen Onlineshop führt. Ich sehe eine Chance sogar für den Einzelhandel vor Ort. Durch die ganze Verunsicherung, auch durch kI tauchen schon die ersten Fake Shops auf. Kunden haben dann Angst was überhaupt noch echt oder Fake ist. Dann gegen Sie doch lieber ins Geschäft un es mit den eigenen Augen zu sehen, anzufassen und zu kaufen. Hinzu kommen die ersten Probleme bei hochpreisiger Ware und Kauf bei Ali, Temu etc wenn es Garantie Ansprüche gibt. Dann noch die Händler. Durch immer mehr EU Verordnungen haben viele Händler schon fast die Lust verloren Onlineshops zu betreiben. Da wird von Jahr zu Jahr schlimmer statt Bürokratie abzubauen. Alleine die letzten Monate, GSPR, Barrierefrei Onlineshops, neuer Widerrufs Button, Neuregelungen der Verpackungsverordnung etc ...wann hört diese Gängelung der EU mal auf. Der Aufwand den Händler betreiben müssen um ihre Ware Rechtskonform an den Kunden zu bringen ist nicht mehr tragbar. Und der Kunde hat gefühlt nur noch Rechte und der Händler nur noch Pflichten.