Google: Ohne Werbung sind kleine Händler quasi nicht auffindbar

Veröffentlicht: 25.03.2025
imgAktualisierung: 25.03.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
25.03.2025
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Google Ads Startseite auf Tablet
Primakov / Depositphotos.com
Laut Google sind KMU in Deutschland auf personalisierte Werbung angewiesen, um von der Kundschaft überhaupt gefunden zu werden.


Wer im Online-Handel die Kundschaft erreichen will, muss möglichst sichtbar sein, was angesichts der Konkurrenz – vor allem durch große Marktplätze und Marken – nicht einfach ist. Wenn die Kundschaft nach Produkten sucht, passiert das traditionell zuerst in Suchmaschinen, allen voran bei Google. Um dort gegenüber der Konkurrenz überhaupt präsent zu sein, ist das Schalten von Werbung quasi alternativlos, wie Google im Rahmen einer Studie darlegt.

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der über 4.000 befragten KMU gaben in der Umfrage an, dass es ohne personalisierte Werbung unmöglich sei, die passende Kundschaft für das eigene Unternehmen zu finden. Das heißt im Umkehrschluss: Wer Geld einnehmen will, muss Geld für Werbung ausgeben.

Konkurrenz mit den Big Playern

Google beleuchtet personalisierte Werbung in der Umfrage in einem äußerst positiven Licht. 86 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihr Umsatzwachstum direkt auf digitale Werbung zurückführen und 76 Prozent sind der Meinung, dass personalisierte Werbung sie in die Lage versetzt, mit größeren Unternehmen zu konkurrieren. Zur Wahrheit gehört dabei: Damit ein wirksamer Einfluss von personalisierter Werbung bei Google entsteht, müssen KMU auch entsprechend in das Marketing-Instrument investieren.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 25.03.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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6 Kommentare
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JC
30.03.2025

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Ich bin Künstlerin und nicht wirklich eine Onlinehändlerin. Da ich meine Werke aber über das Internet anbiete, bin ich auch auf Werbung angewiesen. Das wäre ja auch okay bzw. das war auch mal okay. Aber ich merke, dass in den letzten Jahren die Sichtbarkeit über Google und auch anderen Marketingplattformen extrem nachgelassen hat bis hin zur Unsichtbarkeit. Das ist mit Sicherheit Kalkül, um mehr und mehr Geld aus den Werbenden herauszupressen. Eine höchst unzufriedenstellende Entwicklung und nicht im Sinne der Erfindung!
dirk
26.03.2025

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Auf den Punkt gebracht, sagt die marktbeherrschende Suchmaschine des Internets, dass wir euch praktisch sichtbar machen, wenn ihr nicht für Werbung zahlt. Und belegt das mit einer selbst durchgeführten Meinungs-Studie unter den Zahlenden. Hat was von Schutzgelderpressung. Und dann wundern sich die amerikanischen Tech-Unternehmen, wenn sie von europäischen Kartellbehörden regelmäßig mit Milliardenstrafen belegt werden...
JL
26.03.2025

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Servus, uns gibt es als Firma nun knapp 50 Jahre, wir waren vor 30 Jahren mit die ersten in unserer Branche mit einem Onlineshop. Unsere Werbung war nun über 30 Jahr hybrid - Zeitschreiftenanzeigen, Katalog, Messen und Ausstellungen, SEO und SEA. Was wir feststellen: Zeitschriften sind tot, Katalog ist tot, Messen und Ausstellungen treffen nur einen kleinen Teil unseres Kundenpublikums. Bleiben SEO und SEA - und durch die Darstellung der google Suchergebnisse und die überwiegende Nutzung von Smartphones (d.h. kleiner Bildschirm) verschwindet unser mühsam aufgebautes organisch gute Ranking im Nirvana. Und große Plattformen machen den Rest unserer Werbemaßnahmen einfach platt. Aktuell scheint es so, daß man als Spezialist und Nischenanbieter ohne großes Online-Werbebudget für Neukunden fast nicht mehr sichtbar ist oder gefunden wird. Kamen wir in der Vergangenheit mit ca 10 % Werbebudget aus, sollte es nach Aussage von Online-Marketing-Spezialisten nun mindestens 25%, besser mehr sein. Das beisst sich mit unserer Kalkulation (wir produzieren hier in D!) und auch meinem Verständnis von Gemeinwohl - bisher ging unser Werbebudget überwiegend an deutsche Dienstleister (Zeitschriften, Druckereien, Messeveranstalter, etc.), nun an einen Techkonzern, der hier Steuern vermeidet und einen Teufel tut um hier das Leben für alle besser zu gestalten, ausser immer mehr Geld für weniger Sichtbarkeit zu berechnen. Abhängigkeit von Plattformen ist da auch keine Lösung. Der Todesstoß für viele kleine Onlinehändler kommt in den nächsten Jahren mit dem Verpackungsgesetz, Barrierefreiheit, Dokumentationspflichten und andere (europäischen) Bürokratiehürden, welche die ganzen Fernost-Importeure und Sch***-auf-die-Umwelt-Billigheimer mal fröhlich umgehen und ignorieren.
TT
26.03.2025

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ich betreibe einen kleinen Online-Handel in einer Nische. Mit drei Agenturen hab ich versucht mit SEA gewinnbringende Umsätze zu erzielen. Gewinne dabei machten nur die Agenturen und Google. Dank SEO jedoch gibt es mich noch.
Karl Ranseier
26.03.2025

Antworten

Kurzversion: Google sagt, kauft Googleprodukte - oder sterbt! No News des Jahres, das hat Google nämlich vor 10 Jahren auch schon gesagt!
cf
26.03.2025

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Meinung: Klingt alles ganz toll, aber als wirklich kleines Unternehmen ist es kaum möglich in google zu "investieren". Mittlerweile werden pro klick bis zu mehrere Euro berechnet - und das ist dann kein Verkauf sondern nur ein Klick!! Als kleines Unternehmen hat man nicht mal eben fünf- bis zehntausend Euro pro Monat dafür übrig, dass irgendwer auf einen Link klickt - man bezahlt davon sein Essen.... Somit ist google nix anderes als Knechtschaft: Gib ab was du hast, dann bekommst du hier und da mal einen Kunden - wenn nicht, dann hast du keine Chance. Klingt für mich nicht besonders nachhaltig für die Gesellschaft...