Black Friday: Händler:innen geben die niedrigsten Rabatte seit Jahren

Veröffentlicht: 23.10.2025
imgAktualisierung: 23.10.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.10.2025
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Schwarzes Etikett mit der Aufschrift „Black Friday“ auf rotem Hintergrund, befestigt mit einer Kordel.
VadimVasenin/ Depositphotos.com
In diesem Jahr geben Händler:innen eher niedrige Rabatte am Black Friday. Eine Analyse.


Trotz sinkender Rabatte bleibt der Black Friday ein beliebter Tag für Weihnachtseinkäufe. Eine aktuelle Auswertung von guenstiger.de aus dem Jahr 2024 unter rund 240 Produkten aus über 3.500 Online-Shops zeigt allerdings: Die gegebenen Rabatte sinken. Dabei zeigte sich: „Im Schnitt gab es einen Preisvorteil von drei Prozent, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren zeigt.“ Zum Vergleich: 2022 lag die Ersparnis noch bei zehn Prozent, 2023 bei fünf Prozent.  

Rabatte variieren je nach Kategorie

Die Preisnachlässe fielen je nach Produktkategorie unterschiedlich aus. Smartwatches (sechs Prozent) und Gaming-Produkte (fünf Prozent) boten die höchsten Rabatte. Smartphones, Computerartikel und Spielwaren lagen bei drei Prozent, Haushalts- und Audiogeräte bei zwei Prozent, Fernseher bei einem Prozent. Parfüms und Werkzeuge hingegen wiesen keine Preisvorteile auf.  

Trotz des geringen Sparpotenzials empfiehlt guenstiger.de, Weihnachtsgeschenke am Black Friday zu kaufen, da im Dezember die Preise traditionell steigen. Fast zwei Drittel der Produkte (62 Prozent) kosteten eine Woche vor Weihnachten mehr als am Aktionstag. Im Schnitt müssen Kund:innen in der Woche vor Weihnachten fünf Prozent mehr zahlen.

Was das für Händler bedeutet

Für Händler:innen hat die Entwicklung direkte Auswirkungen auf die Preisstrategie. Sinkende Rabatte bedeuten nicht zwangsläufig geringere Umsätze – vielmehr verschiebt sich der Fokus zunehmend auf gezielte Preisaktionen und eine clevere Sortimentsplanung. Statt hohe Rabatte querbeet zu gewähren, lohnt es sich, einzelne Produkte strategisch zu platzieren, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Margen zu schützen.

Zudem wächst der Druck, Transparenz zu zeigen: Kund:innen vergleichen intensiver und erkennen übertriebene „Rabatte“ schneller. Wer langfristig Vertrauen aufbauen will, sollte daher mit ehrlicher Preisgestaltung, klar kommunizierten Vorteilen und echten Mehrwerten punkten – etwa durch Service, Liefergeschwindigkeit oder exklusive Angebote.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 23.10.2025
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
24.10.2025

Antworten

Ich würde den Satz "Sinkende Rabatte bedeuten nicht zwangsläufig geringere Umsätze" umformulieren in "Sinkende Rabatte sind ein Zeichen für steigende Kosten in Unternehmen". Denn wie soll man noch Rabatte gewähren, wenn die Nebenkosten durch Versanddienstleister-Mehrfachaufschläge und Bürokratiewahn derart steigen?